Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Mit Messer und Gurke ins Lovemobil
Hannover Meine Stadt Mit Messer und Gurke ins Lovemobil
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:25 01.08.2014
Anzeige
Hannover

Die 21-jährige sagte heute fast fünf Stunden lang vor Gericht aus, im Gegensatz zum Angeklagten gestern verzichtete sie auf einen Ausschluss der Öffentlichkeit. Im Oktober 2013 stand sie mit ihrem „Lovemobil“ (einem Wohnmobil, in dem Prostituierte arbeiteten) an der Hannoverschen Straße in Fuhrberg (Burgwedel) - dort soll Tino A. sie vergewaltigt und bestohlen haben (NP berichtete).

Die junge Frau verstrickte sich gestern jedoch gleich in mehrere Widersprüche: Mal sollen Verhandlungen zur Bezahlung mit ihrem Vergewaltiger vor dem Wohnmobil, dann doch im Inneren stattgefunden haben, mal will sie den Mann geschubst haben, um zu fliehen, dann wieder nicht. Richterin Renata Bürgel musste mehrere Fragen immer und immer wieder stellen, um nach und nach mehr Klarheit in die Geschichte zu bekommen.

Auch dem Umstand, A. habe - als er das Wohnmobil der Prostituierten betrat - eine Salatgurke mit sich geführt, widmete Bürgel sich gleich mehrfach: „Er sagte, er wolle die Gurke essen“ und „Ich dachte, er wolle mit mir und der Gurke Spaß haben“, antwortete Galya D. der Richterin.

Der Ehemann des Opfers war ebenfalls, als Zuhörer, im Gericht, spielte aber die meiste Zeit auf seinem Mobiltelefon herum. Aufmerksamer wurde er, als Verteidiger Jörg Lünsmann seine Frau ins Kreuzverhör nahm, und viele Fragen stellte, die D. bereits am Vormittag beantworten musste. Richterin Bürgel kommentierte das wie folgt: „Ich weiß nicht, in welcher Beweisaufnahme Sie heute Vormittag waren. Sie haben wohl nicht richtig zugehört.“ tow

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige