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Silvester

Mit Kinderwagen zum Böllern?

Neunjährige wird verletzt. Was machen Eltern mit ihren Kindern am Opernplatz und Kröpcke, wo getrunken und wild geknallt wird? Die Polizei warnt.

hanover.  Tausende Jugendliche und Erwachsene feierten in der Silvesternacht fröhlich in der City, tranken mehr oder weniger Alkohol, schossen ihr Feuerwerk und ihre Böller ab – und mittendrin waren sehr viele, sehr kleine Kinder.

„Extrem viele Kleinkinder waren bei den Feiern am Abend und in der Nacht dabei“, berichtete Polizeisprecher André Puiu am Neujahrstag. Auch die Einsatzleiterin der Polizei, Gwendolin von der Osten, selbst Mutter von drei Kindern, stellte irritiert fest: „dass viele Menschen zu später Stunde ihre zum Teil sehr kleinen Kinder zu den Feierlichkeiten mitgebracht und diese mit Pyrotechnik hantieren ließen“.

Ein Zeuge, der am Kröpcke und Hauptbahnhof gefeiert hatte, sagte der NP: „Da kamen zu 85 Prozent Familien vermutlich aus Südosteuropa und Afrika, die haben ihre Kinderwagen neben den Polenböllern rumgeschoben. Eines wurde verletzt, wohl ein Trommelfellriss.“

Dass kleine Mädchen und Jungen in Mitleidenschaft gezogen wurden, bestätigte auch Einsatzleiterin Gwendolin von der Osten. „Leider haben wir zwei verletzte Kinder zu beklagen“, sagte sie. „Besonders schlimm hat es eine Neunjährige getroffen, die offenbar nach einer Explosion eines Feuerwerkskörpers vor dem Gesicht mit schweren Verletzungen zur stationären Behandlung in eine Klinik gebracht werden musste.“

Wie andere Bürger hat auch der hannoversche Kinderarzt Thomas Buck kein Verständnis dafür, dass Kleinkinder in solche Situationen gebracht werden. Er beschreibt das Gefahrenpotenzial durch herumfliegende Böller: „Es drohen Verbrennungsgefahren, außerdem Hörstörungen durch das Knalltrauma“, meinte er zur NP.

Schwer verständlich auch die Tatsache, dass Erwachsene ihre Kleinkinder selbst zündeln ließen. „Pyrotechnische Gegenstände“ wie Raketen, Fontänen, Batterien und laute Knaller dürfen erst ab dem Alter von 18 Jahren gekauft und genutzt werden. Die „Kleinen“ dürfen höchstens Knallererbsen, Knallbonbons, Tischfeuerwerk oder Wunderkerzen zünden.

Wenn es sich dann noch um illegale Böller handelt, die statt Schwarzpulver einen Knallansatz mit Metallpulver haben, kann es auch zu sehr schweren Verletzungen kommen. „Dann reißt es die ganzen Finger oder sogar die Hand ab“, beschrieb ein Chirurg plastisch die Gefahr.

Von Petra Rückerl


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