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Meine Stadt Misshandlung in Kinderheimen früh bekannt
Hannover Meine Stadt Misshandlung in Kinderheimen früh bekannt
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18:15 06.10.2010

Hannover. „Das Landesjugendamt hat immer wieder die Augen zugemacht“, sagte die Historikerin Ulrike Winkler. Die Missstände seien hingenommen worden, um Geld bei der Betreuung der Kinder zu sparen. Bereits in den 50er Jahren hätten Fachverbände über die Gewalt in den Heimen diskutiert, sagte Prof. Hans-Walter Schmuhl. Die beiden Berliner Historiker haben große Aktenberge aus zwölf Diakonie-Einrichtungen in Niedersachsen ausgewertet und mit ehemaligen Heimkindern und Angestellten gesprochen.

„Die Heime waren nach dem Krieg heruntergekommen, und es gab einen gravierenden Personalengpass“, sagte Schmuhl. Kinder wurden in großen Schlafsälen untergebracht, die sanitären Einrichtungen waren oft desolat, und es gab kaum qualifizierte Arbeitskräfte in den wirtschaftlichen Boomjahren. „Das alles schaffte die Voraussetzung für eine Subkultur der Gewalt.“ Das Personal habe in den autoritär geführten Einrichtungen versucht, die Ordnung aufrecht zu erhalten, sagte Winkler. „Die Mitarbeiter waren keine Monster, sie gerieten auf eine schiefe Ebene und glitten in Gewalt ab.“ dpa

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