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Meine Stadt Millionen-Streit um die D-Linie
Hannover Meine Stadt Millionen-Streit um die D-Linie
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06:16 14.10.2012
KRITISCHER PUNKT: Über dieVerlegung der HaltestelleHauptbahnhof vor die Ernst-August-Galerie wird heftig diskutiert. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Soll die Landeshauptstadt zehn Millionen Euro zum geplanten Neubau der Stadtbahnlinie 10 dazugeben? Die Forderung der Region ist umstritten. „Für diesen Stand der Planung würde ich keinen Pfifferling ausgeben“, sagt CDU-Mann Felix Blaschzyk. Für Autofahrer und Bahnnutzer gebe es keine Verbesserung: „Dann sollte man es lieber so lassen, wie es ist.“ Wilfried Engelke (FDP) zu den zehn Millionen: „Die Forderung ist unverschämt, wir zahlen schon über 50 Prozent der Regionsumlage.“ Engelke sagt über die Planung: „Die Region ist völlig überfordert, das sollte lieber die Stadtverwaltung machen.“

SPD-Fraktionsvize Thomas Hermann sagte gestern: „Wir müssen erst genau wissen, worüber wir reden – und dann diskutieren, ob die Summe gerechtfertigt ist.“ Auch Michael Dette (Grüne) sagt: „Wir müssen über die Höhe diskutieren.“

Nach NP-Informationen geht die Region davon aus, dass sich die Gesamtkosten von 63 Millionen Euro (inklusive Hochstraßenabriss) so verteilen: Rund 33 Millionen soll das Land übernehmen, 20 Millionen die Region und zehn Millionen die Landeshauptstadt. Regionsdezernent Ulf-Birger Franz sprach im zuständigen Verkehrsausschuss gestern von „20 bis 30 Millionen“ unmittelbaren Kosten für die Stadtbahnanlagen – die hätte die Region zu tragen. Franz kündigte an, Anfang November Zahlen vorzulegen, die mit der Landeshauptstadt abgestimmt seien. Möglichst noch in diesem Jahr solle ein Grundsatzbeschluss über die Strecke zum Platz der Kaufleute fallen.

Wie viel von den Kosten tatsächlich das Land übernimmt, wird erst klar sein, wenn es von der Landesnahverkehrsgesellschaft den sogenannten Förderbescheid gibt. Bei der Regionspolitik gabs Donnerstag breite Kritik an dem Plan, die Haltestelle Hauptbahnhof in die Kurt-Schumacher-Straße zu verlegen.

Unumstritten war Donnerstag die Eröffnung von drei neuen Hochbahnsteigen an den Stadtbahnlinien 4 und 5. Die Stationen Universität, Schneiderberg und Appelstraße haben sechs Millionen Euro gekostet. Regionspräsident Hauke Jagau: „Damit sind jetzt 70 Prozent der Haltestellen barrierefrei.“

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