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Meine Stadt Messer-Mord im Drogen-Milieu: Verdächtiger ist wieder frei
Hannover Meine Stadt Messer-Mord im Drogen-Milieu: Verdächtiger ist wieder frei
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18:06 12.02.2019
Tatort: Vor dem „Stellwerk“ wurde vor drei Monaten ein 39-Jähriger erstochen. Der Täter ist weiter auf der Flucht. Quelle: Heidrich
Hannover

Die Staatsanwaltschaft sucht im hannoverschen Rauschgift-Milieu nach einem flüchtigen Mörder. In dem Fall geht es um eine tödliche Messerstecherei vor dem Drogenkonsum-Raum „Stellwerk“ in der Augustenstraße im vergangenen November. Ums Leben gekommen war dort ein 39-jähriger Konsument. Ein 27-Jähriger war zunächst als Täter festgenommen worden. Doch der Mann ist unschuldig: Er wurde mittlerweile aus der U-Haft entlassen.

Die polizeilichen Ermittlungen im Drogen-Milieu gestalten sich schwierig. Der 27-Jährige war ins Visier der Fahnder geraten, nachdem eine vermeintliche Zeugin ihn belastet hatte. Sechs Tage nach dem Tötungsdelikt war er im Hauptbahnhof Hannover festgenommen worden. Er landete in U-Haft. Dann die plötzliche Wende: „Nach wenigen Tagen wurde er wieder entlassen. Es gab keinen dringenden Tatverdacht mehr“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

„Gerüchte“ um den wahren Täter

Was war passiert? Die Zeugin, die wie das Opfer und der 27-Jährige aus der Drogenszene stammt, hatte ihn zu Unrecht beschuldigt. Gleichzeitig gab es mehrere andere Angehörige des Milieus, die den Mann entlasteten. Wer der wahre Mörder des 39-Jährigen ist, darüber gebe es in der Szene „Gerüchte“. Fraglich ist allerdings, wie glaubhaft diese sind.

Nach der tödlichen Messerstecherei vor drei Monaten vor dem „Stellwerk“ in der Augustenstraße ist der Mörder immer noch nicht gefasst.

Die Ermittler konzentrieren sich unterdessen auf einen neuen Zeugen. „Wir suchen aktiv nach ihm“, so Klinge. Seine Identität ist bekannt. Der Mann ist jedoch abgetaucht. Eine Anschrift gebe es von ihm nicht. „Die Aufenthaltsermittlungen laufen“, erklärt der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Sicherheitsgefühl beeinträchtigt

Dass der Mörder drei Monate nach der Bluttat noch auf freiem Fuß ist, dürfte sich auf das ohnehin angeschlagene Sicherheitsgefühl der Hannoveraner in der Innenstadt weiter negativ auswirken. 2018 hatte die Bürgerbefragung „Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum“ der Verwaltung ergeben, dass viele Menschen Plätze und Bereiche rund um den Hauptbahnhof meiden, weil sie sich dort nicht sicher fühlen – vor allem in den Abendstunden. Das Empfinden war insbesondere von Frauen äußert worden. Neben dem Bahnhof wurde auch die Zone rund um den Steintorplatz als unsicher empfunden. Dorthin verziehen sich Drogenkonsumenten und -dealer ab den frühen Abendstunden, sobald der Anlaufpunkt „Stellwerk“ an der Augustenstraße geschlossen ist.

Von Britta Mahrholz

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