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Merkel eröffnet Cebit in Hannover

Mit Blick auf das offzielle Cebit-Motto „d!conomy“ sagte Kanzlerin Angela Merkel in ihrer Cebit-Eröffnungsrede, dies sei ihr fast ein wenig zu bescheiden. Der japanische Ansatz „Society 5.0“ sei viel umfassender, da er besser erkläre, wie tief die Digitalisierung in das alltägliche Leben eindringen werde.

Hannover.  Industrie 4.0 war gestern. Das digitale Zukunftsthema ist ein neues Schlagwort, beigesteuert vom Cebit-Partnerland Japan: Society 5.0 (Gesellschaft 5.0). Was bedeutet, dass die Digitalisierung jetzt nicht mehr nur die Arbeitswelt umkrempelt, sondern auch tief in die Gesellschaft eindringt – neue Technologien sollen smarte Helfer für die Menschen werden, wie etwa Pflegeroboter für pflegebedürftige Senioren.

Mit Blick auf das offzielle Cebit-Motto „d!conomy“ sagte Kanzlerin Angela Merkel in ihrer Eröffnungsrede, dies sei ihr fast ein wenig zu bescheiden. Der japanische Ansatz „Society 5.0“ sei viel umfassender, da er besser erkläre, wie tief die Digitalisierung in das alltägliche Leben eindringen werde. Die Kanzlerin erinnerte daran, dass Japan 1986 bei der ersten Cebit schon einmal Partnerland war. Damals hätten japanische Unternehmen den ersten tragbaren Rechner (8,5 Kilogramm schwer) vorgestellt. „Das war eher ein Schlepptop als ein Laptop“, scherzte die gut aufgelegte Merkel. Wie ihr japanischer Kollege Shinzo Abe lobte sie die langjährige enge Kooperation der beiden Länder. „Mit Japan haben wir einen Freund an unserer Seite“, sagte sie und mahnte: „Aber auch einen Konkurrenten.“ Von Japan könne man lernen, gegenüber neuen Techniken offen und nicht so misstrauisch zu sein. Zudem sagte Merkel, dass man die Bürger beim digitalen Wandel mitnehmen müsse. Das könnte die Politik aber nicht allein schaffen, dazu brauche sie die Unterstützung der Industrie.

Japans Premier Abe erklärte, die Welt schlage derzeit das „fünfte Kapitel der Menschheitsgeschichte“ auf. „Das Zeitalter der Gesellschaft 5.0 bricht an. Lassen Sie uns diese Geschichte von Anfang an gemeinsam schreiben“, sagte er in Richtung Merkel und Wirtschaftsvertreter.

Das Cebit-Partnerland ist ein IT-Schwergewicht: Von den 100 umsatzstärksten Tech-Unternehmen weltweit stammt laut Branchenverband Bitkom jedes vierte aus Japan. 120 japanische Unternehmen zeigen am größten Zentralstand eines Partnerlandes in der Messegeschichte ihre Innovationen. Darunter auch der Elektrotechnik-Konzern Hitachi, dessen Präsident Toshiaki Higashihara betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen Japan und Deutschland „für die Zukunft der Weltwirtschaft immens wichtig“ sei.

Laut Messevorstand Oliver Frese liegt der Fokus 2017 darauf, dass die Digitalisierung „anfassbar und erlebbar“ werde. Zuletzt hätten viele Aussteller ihre Entwicklungen vor allem an Bildschirmen vorgeführt. In diesem Jahr gebe es aber viele „reale Showcases“, bei denen Besucher konkrete Beispiele der Digitalisierung sehen können. „Diese Cebit wird so kraftvoll wie seit vielen Jahren nicht“, sagte Frese.

Den diesjährigen Cebit-Innovation Award gewann das hannoversche Startup-Unternehmen Peat: Die IT-Tüftler von der Leine haben die App Plantix programmiert – ein grüner Daumen fürs Smartphone, der Schädlinge und Krankheiten an Pflanzen erkennen kann.

Für Niedersachsen hat sich die Cebit-Partnerschaft mit Japan bereits ausgezahlt: Die japanische Wirtschaftsförderorganisation Nedo unterstützt den Bau eines Hybridgroßspeichers in Varel (Kreis Friesland) mit 24 Millionen Euro, wurde gestern verkündet.

Von Inken Hägermann


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