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Meine Stadt Mehr Grün: Architekten werben für Umbau des Leibnizufers
Hannover Meine Stadt Mehr Grün: Architekten werben für Umbau des Leibnizufers
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00:24 02.06.2018
Gibt nicht auf: Christoph Schonhoff wirbt weiter für eine Umgestaltung des Leibnizufers. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Wird es doch noch mehr Grün und weniger Fahrspuren am Leibnizufer geben? Der Druck auf die Politik wächst. Nachdem Anfang Mai Demonstranten die Straße blockiert und eine Umsetzung des Projektes gefordert hatten, war dieses am Mittwoch auch Thema bei einer Tagung des Landes mit der Architektenkammer Niedersachsen.

Um „Grüne Infrastruktur“ ging es bei der Expertenrunde im Sheraton Hotel am Pelikanplatz. Um die Frage, wie diese eine Grundlage für attraktive und zukunftsfähige Städte sein kann. Die Entwicklung von Hannovers Hohem Ufer war ein Beispiel dafür. Auf der Altstadtseite ist schon viel passiert. Eine schicke Promenade mit Platanen ist entstanden. Die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt mit einer großen Treppenanlage zum Wasser haben begonnen.

Pläne von der Politik „auf die lange Bank geschoben“?

Auf der Seite des Leibnizufers ist allerdings noch nichts passiert. „Auf die lange Bank“ werde das Vorhaben von der Politik geschoben, kritisierte Landschaftsarchitekt Christoph Schonhoff, der mit seinem Büro NSP schon seit 2010 an Plänen für das Hohe Ufer arbeitet. Den Anstoß dazu hatte der Stadtdialog „Hannover City 2020+“ geliefert.

Aufgeben will Schonhoff aber nicht. Er sieht viel Potenzial in der Umgestaltung der grünen Uferseite. Durch den Wegfall von einer Fahrspur je Richtung sowie den Verzicht auf den Mittelstreifen könne diese bis zu 25 Meter breiter werden, ein echter Uferpark entstehen, wo „die Leute die Füße im Wasser baumeln lassen können“.

Kammerpräsident wünscht sich am Ufer ein Kulturhaus für alle

Allerdings weiß er auch, dass dazu „dicke Bretter“ bei der Politik gebohrt werden müssen. SPD, CDU und FDP sperren sich gegen die Pläne.

Robert Marlow, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen, erhofft sich vor allem durch Hannovers Kulturhauptstadtbewerbung neue Impulse. Er wünscht sich auf dem dann breiteren Uferstreifen ein Kulturhaus, das „eine Mediathek für wirklich alle Bürger sein soll, die an sieben Tagen in der Woche geöffnet ist“. Auch er hält das derzeitige Leibnizufer für „eine Spur zu breit“.

Von Christian Bohnenkamp

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