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Meine Stadt Maybebop zu Gast im GOP
Hannover Meine Stadt Maybebop zu Gast im GOP
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10:41 10.08.2010
Die hannoversche A-cappella-Band Maybebop. Quelle: Heusel
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Von Andreas Voigt

Kunstpause in der (Wahl)-Heimat: Rund 140 Konzerte geben Maybebop im Jahr, den kompletten August durch gastiert das A-cappella-Pop-Vokalensemble nun im GOP-Varieté. „Maybebop allein unter Frauen“ heißt das GOP-Programm, das Gesang- und Körperkunst verbindet.

Denn Hannovers Stimmhelden haben gleich vier Artistinnen auf der Bühne im renovierten Varieté-Theater dabei: Tatjana Kastein (Handstand-Akrobatik), Mila Roujilo (Jonglage), Alla Klyshta (Hula-Hoop) und Petite Neige (chinesische Artistik). Eine gewagte Form der Kunstzusammenführung – aber eine, die zum Auftakt der Herbst-Spielzeit funktioniert.

Nach sieben CDs sind die Stimmbandartisten Jan Malte Bürger (Countertenor), Sebastian Schröder (Bass), Oliver Gies (Bariton) und Lukas Teske (Tenor) ganz oben in der Spitze deutscher A-cappella-Kombos angekommen. Da sind natürlich die Live-Qualitäten, der erstklassige Gesang und die wohlgefeilten Arrangements zu nennen. Doch das eigentlich Besondere, das künstlerisch Herausgehobene an Maybebop, ist, dass das Quartett mit Erwartungen und Stilen bricht.

Als Zuhörer kann man sich nie ganz sicher sein, was einen erwartet. Stilistisch schöpfen Maybebop die gesamte Bandbreite populärer Musik aus. Von sanften Balladen über Hip-Hop bis zum Grunge-Gesang ist alles dabei. Und was melodisch leichtfüßig klingt, entpuppt sich textlich nicht selten als zynisch. „Schwarz auf weiß“ ist so ein Fall. Die Eigenkomposition kommt als Heile-Welt-Melodie daher, doch ihr wirklich fieser Text ist pure Verballhornung des Volksliedes. Und bei „Auch mal ran“ nehmen die Fantastischen Vier die (freilich nur gespielten) erotischen Sehnsüchte ihres Sangesbruders und kreativen Kopfes Oliver Gies aufs Korn. Schön blöd auch das feingeistig vorgetragene „Kein Mann für eine Nacht“. Welcher Kerl würde sich im wahren Leben nicht gern von einer Frau verführen lassen?

Tipp: Die Jungs unbedingt für eine Zugabe zurück auf die Bühne holen. Denn dann gibts den Comedian-Harmonists-Klassiker „Mein kleiner grüner Kaktus“ in einer düsteren Metal-Hardcore-Version. Zwar nicht neu – aber immer noch schaurig-schön. Und schräg! Maybebop spielen nur bis zum 29. August im GOP.

Das Programm „Maybebop allein unter Frauen“ läuft noch bis 29. August. Neben Musik der vier A-cappella-Sänger gibt es noch Varieté-Akrobatik von vier Frauen. Vom 1. bis 5. September kommt Comedy-Kabarettist Hans-Hermann Thielke für Maybebop. Vorstellungen: mittwochs und donnerstags 20 Uhr, freitags und sonnabends 18.30 und 21.30 Uhr sowie sonntags 14.30 und 17.30 Uhr. Karten kosten 15 bis 30 Euro. NP-Abonnenten können jeden Sonntag die 17.30-Uhr-Vorstellung zum Abo-Plus-Preis von 23 Euro besuchen und sparen vier Euro pro Person (limitiert auf zwei Karten). Mehr Infos unter: www.neuepresse.de/aboplus.

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