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Meine Stadt Maschpark-Unfall: Kontrolle zwecklos
Hannover Meine Stadt Maschpark-Unfall: Kontrolle zwecklos
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00:17 07.09.2017
unvorhersehbar: Bei Stürmen krachen auch scheinbar gesunde Äste herunter – trotz regelmäßiger Kontrollen.
Hannover

 Die Fragen der Ratsmitglieder nach der Häufigkeit und der Art der Kontrollen hatte die Umweltdezernentin in der vorherigen Sitzung spontan nicht beantworten können. An Pflege und Kontrolle der rund 250 000 Bäume im Stadtgebiet sind immerhin je nach Standort neun Fachbereiche beteiligt. So gebe es 19 000 Bäume auf Friedhöfen, 46 500 Straßenbäume, 185 000 Bäume auf Grünflächen und auch 5076 in den Herrenhäuser Gärten – plus weiterer Bäume auf anderen Flächen unbekannter Anzahl. Über die Fachbereiche verteilt seien 156 städtische Mitarbeiter mit der Baumpflege beschäftigt.

Für die Kontrolle würden Gärtner oder Gärtnereimeister, Forstwirte oder gleichwertig qualifizierte Mitarbeiter eingesetzt, für spezielle Untersuchungen besonders geschulte Fachkräfte, teils auch externe Spezialisten. Bäume, die älter als 15 Jahre seien, würden einmal jährlich überprüft, immer im Wechsel mal im belaubten mal im unbelaubten Zustand. Bei Auffälligkeiten würde der Turnus auf ein halbes Jahr verkürzt. Nach Stürmen oder Unwettern gebe es Sonderkontrollen.

Bei einer Kontrolle überprüfen die Experten die Bäume auf sichtbare Schäden. Stellen sie etwas fest, wird der Verdacht detailliert überprüft, gegebenenfalls auch mit Probebohrungen. Hundertprozentige Sicherheit aber könne es nicht geben: Der fragliche Baum im Maschpark hatte keinerlei Verdachtspunkte gezeigt. „Auch wenn er einen Tag vor dem Unfall überprüft worden wäre, hätte es keine Maßnahmen gegeben“, so Tegtmeyer-Dette. „Es ist nun mal so, dass Bäume ein gewisses Eigenleben haben.“
 

Von Andreas Krasselt

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