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Meine Stadt Marstall: Wird es hier wie am Raschplatz?
Hannover Meine Stadt Marstall: Wird es hier wie am Raschplatz?
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00:16 08.05.2016
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Hannover

Die Pläne für die Umgestaltung, die den tristen Parkplatz zu einer grünen Oase am Rande der Altstadt machen sollen, hat sie deshalb am Mittwoch im Bauausschuss abgelehnt. „Das ist ein wirklich sehr schöner Platzentwurf“, räumte Felix Blaschzyk, der baupolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, ein. Allerdings werde er an der falschen Stelle umgesetzt.

Wegen der Nähe zu Rotlichtviertel und Steintorplatz fürchtet er, dass der neue, grüne Marstall die Trinkerszene anlocken könnte. Die vier Millionen Euro, die die Stadt in den Umbau des Platzes investieren will, hält Blaschzyk deshalb für „Steuergeldverschwendung“. Jedenfalls „solange es kein wirksames Konzept gegen solche Probleme gibt“. Am Raschplatz sehe man, „dass die Stadt hilflos ist“, so der CDU-Bauexperte.

Die anderen Fraktionen im Bauausschuss sehen die Zukunft des Marstalls jedoch deutlich rosiger. Sie stimmten geschlossen für die Pläne der Stadt, die nicht nur mehr Grün, sondern auch edles Kopfsteinpflaster sowie als besonderen Höhepunkt einen feinen Wassernebel vorsehen, der in der Dunkelheit sogar mit LED-Leuchten in Szene gesetzt werden soll.

Für „genial“ hält FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke den Entwurf. Auch wegen der Neubauten auf dem Platz, in denen auch Gastronomie und Geschäfte vorgesehen sind, werde „das Leben auf dem Platz florieren“. Er sieht „die große Chance, dass dadurch der ganze Bereich aufgewertet wird“.

SPD-Bauexperte Ewald Nagel hält die Befürchtung der CDU für „an den Haaren herbeigezogen“. Schon allein, weil es rundherum Wohnungen gebe, sei eine deutlich bessere soziale Kontrolle gewährleistet, als es am Raschplatz der Fall sei. Auch Michael Dette, Vizefraktionschef der grünen Ratsfraktion, hat kein Verständnis für die CDU-Bedenken: „Wir können doch jetzt nicht aufhören, Plätze zu modernisieren, weil es auf zwei, drei anderen nicht funktioniert.“

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