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GEWINNER: Die 20 NP-Leser, die eine besondere Führung auf der Marienburg bekamen. Klaus Dräger zeigte nicht nur Prunk, sondern auch die Küche (oben) und andere Wirtschaftsräume.© Behrens

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Sonntagsausflug

Marienburg: Jenseits des Prunks

Stolz thront die Marienburg über dem Leinetal. Ein Märchenschloss - bei dessen Bau aber vieles gar nicht märchenhaft ablief. „Ich werde Ihnen die harte Realität zeigen“, kündigte Schlossführer Klaus Dräger den 20 NP-Lesern an, die einen der Plätze für den Sonntagsausflug zu dem Welfenschloss gewonnen hatten. Und so bekamen diese nicht nur überwältigenden Prunk zu sehen, sondern durften auch hinter die Kulissen blicken, wo es sonst keine Führungen gibt.

Pattensen. Zunächst aber gabs zur Stärkung Kuchen, nachdem Regio-Bus-Fahrer Sven Waldhelm die Leser bequem vor der Burg abgesetzt hatte. Dann ging es dorthin, wo sich sehen lässt, dass mit Conrad Wilhelm Hase und Edwin Oppler gleich zwei Architekten am Werk waren. Sie hatten ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, wie das Schloss aussehen sollte, das König Georg V. seiner Marie zum Geschenk machen würde. Eine Wendeltreppe zum Beispiel führt ins Nichts. Hase hatte oben auf einem Turm eine Dachterrasse geplant, sein Nachfolger Oppler hingegen realisierte diese nie und setzte oben einen Dachstuhl drauf. Hase wollte weißen Stuck, goldverziert, an den Decken, Oppler setzte auf Holzoptik.

Die Fußbodenheizung funktionierte auch nicht gut genug. 16 bis 17 Grad sollte die in den Räumen bringen, zehn Grad in den Fluren. Damit hatte sich Hase mächtig verkalkuliert. Oppler baute nachträglich Kamine ein.

Auch das Geld war knapp. „Deshalb wurden in fast allen Schlafzimmern Dielen statt Parkett verlegt - um Baukosten zu sparen“, berichtete Dräger, der den Lesern auch die Katakomben unter der Burg zeigte. Die Küche, wo jeden Tag für die Prinzessinnen Mary und Friederike mit einer anderen Kupferform ein Kuchen gebacken wurde, die Backstube, den Spießgrill und den Räucherofen. „Ich komme in viele Bereiche sonst auch üblicherweise nicht hinein“, erzählte Dräger, für den es „auch kein alltäglicher Rundgang“ war.


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