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Meine Stadt Mann blockiert Straßenkreuzung - und wird verurteit
Hannover Meine Stadt Mann blockiert Straßenkreuzung - und wird verurteit
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17:50 31.07.2018
Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

und 15 Minuten stellte sich Burhan B. seinem Kontrahenten mitten auf der Kreuzung Celler Straße/Herschelstraße in den Weg und versperrte ihm die Weiterfahrt. Die Folge: Der gesamte Verkehr kam ins Stocken. Nun wurde der Angeklagte am Amtsgericht wegen Nötigung zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt. Zudem muss er seinen Führerschein für einen Monat abgeben. Das Verfahren gegen die Mitangeklagte Refika B., Burhan B.s Ehefrau, wurde wegen Geringfügigkeit eingestellt.

Angeklagter blockiert Mercedes-Fahrer 15 Minuten

Rückblick: Am 10. Juni 2017 war das Ehepaar in seinem Ford in der Stadt unterwegs, als an der Kreuzung Arndtstraße/Ecke Nordfelder Reihe der Geschädigte mit seinem Mercedes an einer Ampel und vorschriftsmäßig hinter einer Einmündung anhielt. Der wegen Bedrohung und Betrugs vorbestraften Angeklagte konnte dadurch nicht nach rechts abbiegen. Er wurde sauer, hupte mehrmals, stieg aus seinem Auto und klopfte an die Scheibe seines Kontrahenten, um diesen zur Weiterfahrt aufzufordern.

Kurze Zeit später – an der Celler Straße/Herschelstraße – stieg der Angeklagte erneut aus seinem Auto und stellte sich rund 15 Minuten vor den Mercedes, um dessen Weiterfahrt zu verhindern. Der Angeklagte rief die Polizei. Nach dem diese – seiner Meinung nach – auch nach einem zweiten Anruf nicht schnell genug erschien, fuhren die Beteiligten gemeinsam zur Polizeiwache an der Herschelstraße, woraufhin es zur Anzeige kam.

Durch Streit mit Frau gereizt

Der arbeitslose Angeklagte räumte die Tat über seinen Verteidiger ein. Als Grund für sein aggressives Verhalten gibt er einen vorausgegangenen Streit mit seiner Ehefrau an. Letztendlich habe er sich dem Geschädigten nur in den Weg gestellt, weil dieser den Vorfall an der Arndtstraße mit einer Dashcam gefilmt habe und weil der Angeklagte wollte, dass die Aufnahmen gelöscht würden. Der 40-Jährige entschuldigte sich vor Gericht: „Ich war durch den Streit mit meiner Frau sehr angespannt.“

Die Vorsitzende Richtern Alena Fischer legte dem Angeklagten sein Geständnis positiv aus, allerdings sei er „an dem Tag völlig ausgetickt, obwohl es dafür keinen Grund gab.“ Dass er einen Job in Aussicht habe, ändere nichts an dem verhängten Fahrverbot. „Da das Verhalten im Straßenverkehr vergleichbar mit einer Ordnungswidrigkeit ist, komme ich da nicht drumherum.“

Cecelia Spohn

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