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Meine Stadt Männer aus Hannover betrügen mit Kontaktanzeigen
Hannover Meine Stadt Männer aus Hannover betrügen mit Kontaktanzeigen
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12:45 20.08.2010
Verhandlung: Das Landgericht Hildesheim.
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Hannover. Die Anklage wirft den 34- bis 40-Jährigen vor, insgesamt 67 Geschädigte aus ganz Deutschland um mehr als 92.000 Euro betrogen zu haben. Mit Hilfe fingierter privater Kontaktanzeigen sollen sie Männer animiert haben, teure Sondernummern anzurufen. Die Angeklagten schalteten laut Staatsanwaltschaft in Tages- und Wochenzeitungen sowie Anzeigenblättern in ganz Deutschland private Kontaktanzeigen.

Dabei wurden die Interessenten angehalten, eine Kurznachricht an die Dame zu senden. Beim anschließenden telefonischen Kontakt spiegelten die Frauen am anderen Ende der Leitungen vor, dass für die Anrufer nur geringe Kosten entstehen würden. „In Wirklichkeit führten die Anrufe zu einer teuren Flirt- oder Dating-Line der Firma der Angeklagten“, sagte Oberstaatsanwalt Uwe Görlich am Freitag bei der Anklageverlesung.

Die Telefonistinnen gaukelten den Anrufern vor, sie arbeiteten in einem Kinderheim, bei einer Unfallhilfe oder einem Gefängnis. Dann verstrickten sie die Männer geschickt in stundenlange Gespräche. Sie versprachen ihnen bei längeren Telefonaten sogar ein Candle-Light-Dinner oder Liebesreisen nach Paris oder Kuba.

Die Damen animierten ihre Anrufer gar zu sogenannten Konferenzschaltungen, die doppelte und dreifache Kosten nach sich zogen. Die Partnersuchenden zahlten so bis zu 1500 Euro am Tag für die Gespräche. Dabei telefonierten sie mitunter sogar vom Firmenhandy oder vom Anschluss der Eltern. Ein Mann musste für einen dreitägigen telefonischen Kontakt 7139 Euro zahlen.

Fast zwei Jahre lang kassierten die Angeklagten, ehe die Masche aufflog. „Nach dem Erhalt der hohen Telefonrechnung erstatteten die Geschädigten Anzeige“, erläuterte Görlich. Die angeblich kontaktwilligen Damen am Telefon wurden nicht ermittelt. dpa   

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