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Meine Stadt MHH soll beaufsichtigt werden
Hannover Meine Stadt MHH soll beaufsichtigt werden
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00:17 31.08.2017
Problembau: Das neue MHH-Labor kann wegen Planungsmängeln nicht genutzt werden - und verursacht deshalb weiter laufende Kosten.
Hannover

Für die geplante Sa­nierung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) soll die Macht der Klinikleitung und der Mitbestimmungsgremien beschnitten werden. Das fordert die hannoversche SPD-Landtagsabgeordnete Thela Wernstedt.
In den kommenden Jahren oder Jahrzehnten will das Land in die MHH eine Milliarde Euro investieren (NP berichtete). Seit Monaten werden allerdings immer wieder Pannen an der Hochschule bekannt, etwa ein Zentrallabor, das seit Jahren leer-steht, weil unter anderem die Notstromversorgung nicht stark genug ausgelegt wurde. In anderen Fällen wurden Pläne für Neubauten immer wieder verworfen.
Wernstedt sagte der NP, es brauche einen Koordinator des Landes für die MHH: „Wenn die inneren Steuerungsprozesse unzureichend funktionieren, muss man über so was nachdenken.“ Die Abgeordnete bezog sich ausdrücklich auf das Präsidium der Hochschule, aber auch die Mitbestimmungsgremien, wie Senat und Hochschulrat.
Wernstedt betont, es sei dringend, vor den großen Bauten neue Strukturen zu schaffen: „Es geht hier um die Aufstellung der Universitätsmedizin für die kommenden 50 Jahre.“ Laut Wernstedt habe es vergleichbare Landesbeauftragte schon an Kliniken in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein gegeben.
Die Forderung der Abgeordneten nach einer neuen starken Aufsicht an der Hochschule ist indirekt auch eine Kritik am Wissenschaftsministerium unter Gabriele Heinen-Kljajić (Grüne). Das Ministerium ist Aufsichtsbehörde für die Klinik. Am Freitag will Heinen-Klajić Pläne für die Sanierung vorstellen.

Dirk Altwig

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