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Meine Stadt Luxus-Klo am Küchengarten kaputt – 10.000 Euro Schaden
Hannover Meine Stadt Luxus-Klo am Küchengarten kaputt – 10.000 Euro Schaden
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00:17 14.02.2018
Kaputt:Das edle Klo am Küchengarten. Es sollte eigentlich an der Oper stehen. Quelle: Dröse
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Hannover

Es ging um einen besonderen Ort. Und für den sollte es auch eine ganz besondere Toilette sein. 90 000 Euro hat sich die Stadt das edle Klosett kosten lassen, das eigentlich am Opernplatz stehen sollte. Dort allerdings gab es zu viel Widerstand von Anliegern. Viele wollten das Klo. Nur eben nicht direkt vor der eigenen Haustür. 2015 stellte es die Verwaltung schließlich am Küchengarten (Linden-Mitte) auf. Nun ist die Toilette aber geschlossen – wegen Vandalismusschäden.

Die Randalierer gingen offenbar gründlich vor. Sie zerstörten die gesamte Tür: Die Schließanlage ist nun defekt, Türblatt, Türangeln und Türrahmen sind verbogen, der Türöffner abgerissen. Seit dem 22. Dezember ist die Toilette deshalb laut Stadt nahezu durchgehend geschlossen.

Schicker Edelstahl statt Plastik, funktionelles Design, ein leuchtender „Frei-“ oder „Besetzt“-Knopf sowie ein Notrufschalter: Das wussten zumindest einige in Linden nicht zu schätzen. Die Stadt kalkuliert den Schaden mit rund 10 000 Euro. Am Toilettenstandort Küchengarten will sie allerdings festhalten. Das Klo soll wieder instand gesetzt werden. Allerdings wird das noch etwas dauern. „Der Reparaturaufwand ist hoch, weshalb mit einer Wiedereröffnung vermutlich nicht vor März zu rechnen ist“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix.

Auch die Sache mit dem Opernklo steht unter keinem guten Stern. Obwohl sogar Oberbürgermeister Stefan Schostok die Standortsuche zwischenzeitlich zur Chefsache erklärt hatte, fand sich auf dem Platz kein Ort, an dem es erwünscht war. Im Sommer verkündete die Stadt zwar noch, dass sie das Thema „nicht aus den Augen verloren“ habe, mittlerweile scheint sie jedoch aufgegeben zu haben. „Die Stadtverwaltung verfolgt das Thema derzeit nicht weiter“, erklärt Sprecher Dix.

Im Mai 2010 hatte sie die Suche nach einem Standort begonnen, um das Wildpinkeln auf dem Opernplatz einzudämmen.

Von Christian Bohnenkamp

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