Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Lufthansa-Streik trifft auch Hannover
Hannover Meine Stadt Lufthansa-Streik trifft auch Hannover
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:05 22.02.2010
FLUGAUSFALL: Ein Passagier wartet in Hannover am Lufthansa-Schalter. Quelle: dpa
Anzeige

HANNOVER. An den größten deutschen Flughäfen in Frankfurt, Düsseldorf, München, Berlin, Hamburg und Hannover fielen schon am Morgen zahlreiche Flüge aus. Wegen des Pilotenstreiks bei der Lufthansa sind am Montag viele Passagiere auf die Bahn ausgewichen. Im Vergleich zu den üblichen 330 000 Fernverkehrs-Kunden am Tag sei die Reisendenzahl aber „nur geringfügig höher“ gewesen, teilte der bundeseigene Konzern in Berlin mit. Die Züge hätten die zusätzlichen Reisenden aufnehmen können. In Abstimmung mit der Lufthansa wurden auf einigen Strecken Zusatzzüge eingesetzt oder die Platzkapazitäten erhöht. An mehreren Bahnhöfen waren mehr Servicekräfte präsent. Die ICE-Flotte ist wegen Technikproblemen gerade ausgedünnt. Bahnchef Rüdiger Grube bekräftigte, die Schwierigkeiten beheben zu wollen.

„Die Züge müssen ordentlich sein, die Produkte müssen stimmen: Pünktlich und in guter Qualität“, sagte Grube. Die Bahn habe sich mit allen Herstellern geeinigt, die Probleme mit Achsen endlich in den Griff zu bekommen. Dies brauche aber Zeit: „Rund die Hälfte unserer 252 ICE-Züge ist betroffen. Die Arbeiten daran werden noch zwei bis drei Jahre dauern und teilweise zu Einschränkungen führen.“ Derzeit sind viele Züge sehr voll, da auf einigen Strecken nur kürzere ICE eingesetzt werden können. Teile der Flotte müssen häufiger zu Sicherheitsüberprüfungen in die Werkstätten als vorgesehen. Hinzu kommen Beeinträchtigungen wegen Winterwetters.

Als Reaktion auf den Lufthansa-Streik setzte die Bahn am Montag zusätzliche Züge zwischen Köln und Hamburg sowie zwischen Köln und Berlin ein. Auf der Strecke Hamburg-Kassel-Nürnberg-München fuhren ICE-1-Züge, die mehr Plätze haben als die dort sonst eingesetzten ICE 2. Auch zwischen Köln und Frankfurt wurde die Platzkapazität erhöht. In den nächsten Tagen wolle die Bahn flexibel reagieren, sagte ein Sprecher.

In Frankfurt, dem Standort des größten deutschen Flughafens, wurden am Montagmorgen zunächst keine größeren Streikauswirkungen bei der Bahn beobachtet. „Am Hauptbahnhof ist das kaum merklich, und am Flughafen-Bahnhof sind es ein paar Reisende mehr. Von großem Gedränge kann aber keine Rede sein“, sagte ein Bahnsprecher. Die meisten Passagiere seien offensichtlich über die Medien informiert gewesen und hätten rechtzeitig umgeplant. Lediglich am Fernbahnhof des Flughafens seien einzelne Züge sehr voll gewesen und deshalb etwa fünf Minuten verspätet losgefahren. „Es ist aber keiner auf dem Bahnsteig zurück geblieben.“ dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sechs Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Hannover stehen vor Regalen mit Babyprodukten. Dann versehen sie Artikel der Firmen Milupa und Nestlé mit roten Aufklebern – Aufschrift: „Umweltgefahr: Für dieses Produkt bekommen Milchkühe GentechnikFutter“.

21.02.2010

Zwei ungeklärte Todesfälle in der Region Hannover beschäftigten am Wochenende die Kripo.

21.02.2010

Schlagloch-Alarm in und um Hannover: Das Winterwetter der vergangenen Wochen hat tiefe Spuren auf den Straßen in Stadt und Umland hinterlassen.

21.02.2010
Anzeige