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Meine Stadt Lokaljournalistenpreis für die Neue Presse
Hannover Meine Stadt Lokaljournalistenpreis für die Neue Presse
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17:23 03.09.2010
STRAHLENDE GESICHTER (von links): NP-Chefredakteur Harald John, Serien-Chefin Andrea Tratner, Hans-Gert Pöttering, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments und Vorsitzender der Adenauer-Stiftung, NP-Vizechefredakteur Bodo Krüger Quelle: KAS
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Ein ganz klein bisschen abgewandelt hatte die Band den Refrain ihres Hits: „Das geht raus an alle Spinner, IHR seid die Gewinner“, sang Johannes Strate. Revolverheld ohne Verstärker, Gitarren im Bremer Theater am Goetheplatz: Rockiger Auftakt einer Feierstunde zur Verleihung des Deutschen Lokaljournalistenpreises – mit einer Ode an die Unangepassten, Mutigen. Das passte.

Zum 30. Mal zeichnete die Konrad-Adenauer-Stiftung vorbildliche Konzepte deutscher Lokalredaktionen aus. Die Neue Presse wurde für Ihre Serie „Hannover 2049“ geehrt, der Hauptpreis ging an den Weser Kurier aus Bremen, der in seiner Stadt elf weitere Preisträger empfing.

„Diese Auszeichnung gehört zu den begehrtesten im deutschen Journalismus“, stellte Hans-Gert Pöttering klar. Der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments ist auch Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung – und freute sich, einen Preis der „A-Klasse“ zu übergeben. Pöttering ermutigte Lokaljournalisten: „Europa und die Welt beginnen dort, wo wir zuhause sind. Lokaljournalismus ist so bunt wie das Leben selbst.“

Kultur-Staatsminister Bernd Neumann, der im Namen der Bundesregierung gratulierte, bestätigte das. „Die Lokalzeitung ist das Basismedium des demokratischen Gemeinwesens.“ Er versprach auch, dass am ermäßigten Mehrwertssteuersatz von sieben Prozent nicht zu rütteln sei. „Die Zeitung ist der Anker in der Informationsflut des digitalen Zeitalters.“

Ein Thema, dem sich auch Bundestagspräsident Norbert Lammert in seiner Rede widmete. Am Vortag hatte er noch in Kabul mit Afghanistans Präsident Karsai über die Zukunft des Landes gesprochen, die 700 Gäste im Bremer Theatersaal waren ihm aber genauso wichtig.

In seiner launigen Rede mit Zitaten von Kurt Tucholsky bis Agatha Christie („Ich habe Journalisten nie gemocht. Ich habe sie alle in meinen Büchern sterben lassen“) steckte ein Plädoyer für die Zukunft der Printmedien. In Deutschland gebe es 351 Tageszeitungen mit 1500 lokalen Ausgaben, zusammen mit Wochen- und Sonntagszeitungen mache das eine Auflage von 25 Millionen Exemplaren. „Das vielfältigste Zeitungsangebot in der europäischen Landschaft“, schwärmte Lammert.

Doch der Trend zeige, dass ausgerechnet die bis zu 25-Jährigen auf Tageszeitungen verzichten und Internet oder Fernsehen bevorzugen. Schlagzeilen statt Nachrichten, Unterhaltung statt Information, Schnelligkeit statt Gründlichkeit. Er fürchtet: „Das hat Folgen für das Urteilsvermögen der Menschen.“ Um so wichtiger sei die Tageszeitung, die analysiere und Themen setze.

Der Weser Kurier hat das getan. „Unglaublich nah“ heißt das preisgekrönte Konzept, das die Lebenswirklichkeit der Menschen in den Mittelpunkt rückte. Chefredakteur Lars Haider dankte den Lesern: „Ihr Alltag schreibt die besten Geschichten.“

Hier können Sie sich die ausgezeichneten Serien-Folgen als pdf herunterladen:

Serie – Technik (639,2 kB)
Serie – Liebe (636,3 kB)
Serie – Schule (602,9 kB)
Serie – Medizin (612,3 kB)
Serie – Klima (688,1 kB)
Serie – Alter (609 kB)
Serie – Ende (392,2 kB)
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