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Evakuierung

Fliegerbombe in Linden-Süd entschärft

Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in der Elfriede-Paul-Allee - gegen 20 Uhr wurde evakuiert, etwa 8300 Menschen mussten raus. Lesen Sie hier alles zum Bombenfund in Linden.

Hannover. 02.02 Uhr: Letzte Nachricht - so schaut das Ding also aus, dass 8300 Menschen heute aus ihren Wohnungen getrieben hat. 

01.38 Uhr: Die Bombe wurde erfolgreich entschärft. Die Sperrungen werden gleich aufgehoben. Wir wünschen euch einen guten Heimweg und dann eine gute Nacht! 

01.19 Uhr: Noch immer keine Entwarnung. Warten, warten, warten. Und auf den Entschärfer vertrauen. 

00.28 Uhr: Jetzt wurde Sicherheit hergestellt - bedeutet, dass alle Personen aus dem Sperrgebiet raus sind und der Entschärfer seine Arbeit beginnen kann.

00.26 Uhr: "Warten bis Sicherheit gegeben ist" heißt es aus den Kreisen vor Ort. Wir mussten soeben unsere Printseite zur Druckerei geben. Natürlich melden wir uns online sofort, wenn Entwarnung gegeben werden kann.

00.16 Uhr: Noch immer keine Entwarnung.

00.03 Uhr: Das Gelände wird geräumt, der Kampfmittelbeseitigungsdienst beginnt also jeden Moment seine Arbeit.

23.42 Uhr: 1250 zu betreuende Personen sind in den Anlaufstellen. In der Swiss-Life-Hall ist auch gut was los.

23.40 Uhr: Nun meldet die Polizei, dass annähernd 100 Prozent evakuiert sind. Beamte starten die letzten Kontrollfahrten.

23.37 Uhr: Inzwischen sind etwa 90 Prozent evakuiert.

23.26 Uhr: Der Hubschrauber mit Wärmebildkamera ist in Osnabrück und sucht nach einer vermissten Person. Deshalb kann er nicht über das Evakuierungsgebiet fliegen. Auch ein anderer Hubschrauber steht nicht zur Verfügung. Die Polizei muss daher am Boden kontrollieren, ob sich noch Menschen in dem gesperrten Bereich befinden.

23.22 Uhr: Hein Nölke (36) mit seinem Sohn Robin (3) wohnt in der Charlottenstraße. Die beiden waren in der Stadt und hatten Abendbrot geplant - dann kam die Evakuierung dazwischen. "Er wäre normalerweise längst im Bett, aber noch ist er nicht müde. Hier sind so viele Kinder in der Sammelstelle, mit denen er spielen kann.", so der alleinerziehende Vater.

23.01 Uhr: Margarete Rothert (99) aus dem Godehardistift sagt resigniert: "Ich kanns ja nicht ändern, bin aber froh, dass ich die Bombe nicht entschärfen muss."

22.27 Uhr: Laut Stadt sind 80 Prozent inzwischen evakuiert - dringender Appell an die übrigen 20 Prozent: Bitte verlasst das Evakuierungsgebiet. Nur dann kann der Kampfmittelbeseitigungsdienst seine Arbeit machen und nur dann können alle Betroffenen auch möglichst schnell wieder in ihre Wohnungen.

22.10 Uhr: Da 60 Polizisten nachgefordert wurden, sind inzwischen 520 Einsatzkräfte vor Ort.

22.07 Uhr: Das Gebiet sollte nun evakuiert sein. Nur am Stellwerk am Bahnhof Hannover-Linden bleiben die Mitarbeiter solange es geht. Das Stellwerk dort ist auch für andere Bereiche zuständig. Damit auch den Arbeitern nichts passiert, gehen sie rechtzeitig in einen Keller, in dem sich ein Schutzraum befinden.

21.50 Uhr: Die Polizei klingelt an den Türen, um sich zu vergewissern, dass niemand in den Wohnungen bleibt.

21.42 Uhr: Dort, wo der Lichtkegel einer Lampe ist, soll später die Bombe entschärft werden.

21.27 Uhr: Beim Bürgertelefon sind bereits 820 Anrufe eingegangen. Sollten auch Sie Fragen haben, die hier nicht beantwortet sind: 0800 - 7313131

21.03 Uhr: Alles läuft nach Plan. Die Evakuierung des Seniorenzentrums schreitet voran. In dem betroffenen Bereich sind übrigens 25 Prozent der Menschen älter als 60 Jahre und davon wiederum 80 Prozent älter als 70 - das ist deutlich über dem Durchschnitt der Stadt.

20.45 Uhr: Insgesamt sind 449 Helfer heute Abend unterwegs - wird sagen jetzt schon mal DANKE!

20.22 Uhr: Erste Busse bringen die Bewohner aus dem Godehardistift zur Ohestraße. Dort ist eine Sammelstelle für gehbehinderte und bettlägerige Menschen in der Berufsbildenden Schule 3 eingerichtet.

20.15 Uhr: Das Gebiet wird gesperrt. Die Polizei fährt mit einem Wagen durch die Straßen und macht lautsprecherdurchsagen. Alles Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen.

19.49 Uhr: Alles im Zeitplan bislang: Für 20 Uhr ist die Sperrung des Gebiets vorgesehen.

19.46 Uhr: Der mechanische Front-Aufschlagszünder ist abgerissen, daher wird die Entschärfung per Wasserstrahlschneidegerät durchgeführt.

19.43 Uhr: Die Container als Splitterschutz sind nun aufgestellt. Auch die Fotografen müssen nun den Standort räumen. Es wird langsam ernst.

19.30 Uhr: Die Sammelstelle in der Swiss-Life-Hall öffnet um 20 Uhr. Für den Personentransport wurde folgende Shuttlebuslinie eingerichtet:

Göttinger Straße / Fischerhof - Göttinger Straße / Tonstraße - Allerweg - Allerweg / Höhe Netto - Ritter-Brüning-Straße / Petristraße - Betreuungsstelle SwissLifeHall

Die Busse fahren regelmäßig die Strecke ab.

19.24 Uhr: Die Liste der Straßen, in denen die Anwohner evakuiert werden, hat sich vergrößert. Nun müssen auch die Menschen aus der Von-Alten-Allee (ungerade Hausnummer von 1 bis 29) und vom Martha-Wissmann-Platz raus.

18.54 Uhr: Die Splitterschutz-Container werden in Stellung gebracht.

18.45 Uhr: Die Geschäfte im Evakuierungsbereich müssen früher schließen – die meisten schicken ihre Kunden schon zwischen 19 und 19.30 Uhr raus.

18.40 Uhr: Feuerwehr und Begleitfahrzeug sind angekommen. Der Kran wird in Stellung gebracht.

18.14 Uhr: Feuerwehrsprecher Hartmut Meyer sprichtvon einem erhöhten Bedarf an Krankenwagen: Innerhalb des abgesperrten Gebiets leben rund 2500 Menschen im Alter über 60, darunter 90 Bewohner eines Altenheimes.

17.50 Uhr: Die Splitterschutz-Container für die Bombenentschärfung sind schon mal da - falls der Blindgänger kontrolliert gesprengt werden muss.

17.43 Uhr: Je schneller die Evakuierung, desto eher die Entschärfung. Die Einsatzkräfte hoffen auf die Kooperationsbereitschaft der Anlieger. "Wenigstens spielt Deutschland nicht", sagt einer. Auch der Lindener Berg wird geräumt, der dortige Biergarten kriegt also auch Besuch von der Polizei.

17.40 Uhr: Komatsu räumt bis 19 Uhr alle Gebäude, die Spätschicht hat früher Feierabend.

17.39 Uhr: Die S-Bahn-Linien 1, 2 und 5 halten ab 20 Uhr nicht am Fischerhof und werden ab 22 Uhr umgeleitet, Bismarckstraße, Linden, Bornum fallen ab dann aus.

17.37 Uhr: Ein Pflegeheim ist betroffen, St. Godehard an der Posthornstraße. Etwa 90 Bewohner leben darin, manche wurden von ihren Angehörigen bereits abgeholt. Die Sammelunterkunft wird ab 19.30 Uhr in der Swiss-Life-Hall vorbereitet.

17.24 Uhr: Der Kriminaldauerdienst der Polizei ist ebenfalls betroffen: Er zieht für die Nacht an die Waterloostraße um.

17.13 Uhr: Auch der Baumarkt Hornbach bei Hanomag reagiert: Ab 19.30 Uhr werden keine Kunden mehr reingelassen.

17.04 Uhr: Rewe an der Göttinger Straße gibt bekannt, dass bereits um 19.30 Uhr statt um 22 Uhr geschlossen wird.

16.55 Uhr: Und hier die betroffenen Straßen in alphabetischer Reihenfolge: 

Ahrbergstraße, Allerweg, Am Hochbehälter, Am Lindener Berge, Am Spielfelde, Am Steinbruch, Am Tönniesberg (von Großmarkt bis Ende), An der Martinskirche, Baumhaselweg, Behnsenstraße, Bornumer Straße (von Schwarze Flage bis Deisterplatz), Bredenbekerstraße, Charlottenstraße, Christel-Keppler-Weg, Deisterplatz, Deisterstraße (von Deisterplatz bis Ricklinger Straße), Dreikreuzenstraße, Elfriede-Paul-Allee, Elise-Meyer-Allee, Fischerhof, Franzstraße, Godehardistraße, Göttinger Chaussee (bis Hausnummer 45), Göttinger Hof, Göttinger Straße, Großkopfstraße, Hanomaghof, Hanomagstraße, Haspelmathstraße, Hengstmannstraße, Ilse-Ter-Meer-Weg, Kaplanstraße, Kirchstraße (von Niemerstraße bis Hilltrud-Grote-Weg), Lampestraße, Laportestraße, Lodemannweg, Marianne-Baecker-Allee, Martha-Wissmann-Platz, Mercedesstraße, Milchgang, Petristraße, Plaza De Rosalia, Plinkestraße, Posthornstraße (von Von-Alten-Allee bis Deisterstraße), Ricklinger Straße (von Auestraße bis Fischerhof), Ritter-Brüning-Straße (von Stadionbrücke bis Friedrich-Ebert-Straße), Rodelbahn, Schlorumpfsweg, Seifeldstraße, Sporlederweg, Strousbergstraße, Thöneweg, Tonstraße, Wachsbleiche, Weberstraße, Wesselstraße, Von-Alten-Allee (ungerade Hausnummern 1 bis 29), Zur Sternwarte.

16.40 Uhr: Die Stadt bestätigt nochmal: 8000 Bürger sind betroffen. Um 20 Uhr sollen sie die Wohnungen verlassen. Eine Sammelstelle wird in der Swiss-Life-Hall eingerichtet. Es gibt eine Hotline für Fragen: 0800/7313131.

16.36 Uhr: Ab 20 Uhr sollen folgende Straßen evakuiert werden:

16.29 Uhr: Auch die Öffis sind betroffen: Während die Bahn noch keine Angaben machen kann, wie der Zugverkehr beeinträchtigt wird, wird die Üstra schon konkreter: Ab 20 Uhr darf an der Haltestelle "Linden/ Fischerhof" nur noch eingestiegen werden. Die Linien 3 und 7 fahren bis Beginn der Entschärfung - vermutlich um Mitternacht - normal bis nach Wettbergen, anschließend bis zur Station "Stadionbrücke". Die Buslinien 100 und 200 werden dann komplett eingestellt.

16.26 Uhr: Wer sich noch ein Fahrrad kaufen möchte, sollte sich beeilen: Stadler macht eine Stunde früher dicht, diesmal schon um 19 Uhr.

16.22 Uhr: Eine Sammelunterkunft, wo die Evakuierten unterkommen können, ist noch nicht bekannt gegeben worden. Das soll aber in Kürze geschehen.

16.10 Uhr: Zwischen 20 und 21 Uhr soll wohl evakuiert werden, schätzt ein Feuerwehrsprecher. Die Entschärfung der Bombe könnte dann gegen Mitternacht erfolgen.

15.45 Uhr: Die spannende Frage: Wann wird evakuiert? Die Feuerwehr spricht vom Abend, etwa 8000 bis 10.000 Menschen müssen dann raus. Sobald es eine genaue Übersicht gibt, wird sie hier veröffentlicht.

15.12 Uhr: Die Stadt hat große Erfahrungen mit Blindgängern. Zuletzt wurde eine am Flughafen entschärt - lesen Sie hier den Bericht nach.

14.50 Uhr: Die Rede ist von einem Sicherheitsradius von einem Kilometer. Das würde auf jeden Fall die Bahnstrecke einschließen.

14.35 Uhr: Die Feuerwehr korrigiert, es handele sich doch "nur" um eine 250 Kilogramm schwere Bombe.

14.32 Uhr: Die Feuerwehr will gegen 16.30 Uhr eine Lagebesprechung abhalten. Schon jetzt ist bekannt: Die Kampfmittelbeseitiger wollen heute noch sprengen.

14.20 Uhr: In der Region Hannover werden immer wieder Bomben aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Zuletzt wurde eine Bombe auf dem Flughagengelände in Langenhagen entschärft. Dort wog die Bombe 250 Kilogramm. Rund 16.000 Menschen wurden evakuiert. 

14.00 Uhr: Die Feuerwehr meldet, dass eine 500 Kilogramm  schwere Fliegerbombe gefunden wurde. Fundort ist die Elfriede-Paul-Allee in Linden-Süd. Evakuierungsmaßnahmen werden vorbereitet. Die Bombe soll schnellstmöglich entschärft werden.

13.30 Uhr: NP-Mitarabeiter Harald Grube und NP-Fotograf Rainer Dröse sind auf dem Weg zum Fundort. 

13.15 Uhr: Eine Fliegerbombe wird in Linden gefunden. Noch sind keine Details zum Fund bekannt.


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