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Mit Löwe: Altin Lala und Steven Cherudolo. Foto: Wilde

Benefiz-Fußballturnier

Lionscup: Kicken, um Kindern zu helfen

Der Lionscup unter der Schirmherrschaft von Ex-96-Profi Altin Lala (39) ist mittlerweile das größte Benefizturnier Hannovers. Zum dritten Mal kickten gestern rund 250 Prominente und engagierte Hannoveraner, darunter auch Ex.-96-Star Steven Cherundolo, um Geld für herzkranke Kinder zu sammeln.

Von Jana Meyer
Hannover. Herrlicher Doppelpass zwischen Steven Cherundolo (36) und Altin Lala (39), dann flankt der Albaner auf Sohn Cataldo (13), der den Ball sicher zwischen die Pfosten schiebt. Mittlerweile steht es 5:1 für die Truppe um die Ex-96Profis beim Benefiz-Fußballturnier des Lions-Club „Löwenbastion“ – die Herren haben es eben immer noch drauf.

Doch davon lässt sich die gegnerische Mannschaft „Wir sind Hannover“ vom Verein „Freundeskreis Hannover“ nicht unterkriegen. „Hauptsache nicht zweistellig“, sagt Julia Zwehl (39) und lacht, „dann läuft das“. Für die Ex-Hockeynationalspielerin (gewann 2004 olympisches Gold) steht der sportliche Erfolg aber ebenso wenig im Vordergrund wie für die rund 250 Aktiven auf dem Rasen.
„Fußball ist gar nicht meins, und ich werde heute Abend vor Anstrengung sterben“, witzelt Spax (41), „aber das Opfer bringe ich gerne“.

Der Rapper sagte sofort „Ja“, als Roger Cericius (44) ihn für sein Team engagieren wollte. Der Vorsitzende des Freundeskreises ist beeindruckt über die durchweg positive Resonanz. Auch SPD-Politiker Alptekin Kirci (44), Landesbischof Ralf Meister (53) und Bürgermeisterin Regine Kramarek (56, vertrat OB Stefan Schostok, 51, „der hat sich leider erkältet“) kämpften auf dem Rasen um den Ball. „Es geht um den guten Zweck. Mittlerweile ist der Lionscup das größte Benefizturnier in der Stadt“, sagt Mitorganisator Matthias Görn (40). Der Erlös geht an den Verein „Kinderherz Hannover“. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, überall dort zu helfen, wo sich Menschen in körperlicher und seelischer Not befinden ... Oh, das war knapp!“, unterbricht der 40-Jährige, als das „Wir sind Hannover“-Team fast zum 5:2 verkürzen kann. „Das wird schwierig, das jetzt noch zu biegen“, kommentiert Landesbischof Meister, der sein letztes Turnier vor einigen Jahren in Berlin bestritt: Imame gegen Pastoren.

Auch beim Wettkampf  bei der SG 1974 in Herrenhausen geht es um das Miteinander. „Uns ist Integration sehr wichtig, und wir wollten heute auch ein Zeichen setzen“, so Görn.  So entstand die Idee, auch Flüchtlinge zum Turnier einzuladen, die in der Equipe von Cericius mächtig Druck vorm gegnerischen Tor machten. Den Endstand von 7:1 konnten sie allerdings auch nicht verhindern. Von Altin Lala gibts jedenfalls ein großes Lob – an alle Beteiligten.  „Eine tolle Sache, super organisiert“, sagt der 39-Jährige, der von Beginn an Schirmherr des Lionscup ist. „Es geht nicht darum, wer Erster wird. Es geht um die gute Sache – aber ein bisschen Ehrgeiz gehört auch dazu“. Er muss lachen. Und in diesem Jahr war es ja auch irgendwie noch ein besonderer Tag. Das erste Mal nach seiner Verabschiedung bei Hannover 96 stand er mit Ex-Mannschaftskollege Steven Cherundolo wieder auf dem Feld. Der durfte sein Engagement als Gründungsmitglied des Vereins „Kinderherz Hannover“ erstmals auch auf dem Rasen zeigen. „Jetzt bin ich ja kein Profi mehr“, sagt der gebürtige US-Amerikaner, der letztes Jahr seine Karriere beendete und nun die U 15 von 96 coacht.

Für alle Beteiligten ist klar: Nächstes Jahr wird wieder gekickt – egal, ob Sportskanone oder nicht. Das Benefizturnier ist übrigens eine der wenigen Gelegenheiten im Jahr, bei denen Altin Lala und sein Sohn zusammen kicken. „Er spielt American Football bei den Spartans“. Der Ex-Kicker zuckt resigniert mit den Schultern. Wie er das findet? „Der Ball ist eben nicht rund“, sagt der albanische Rekordnationalspieler und lacht. Das wichtigste ist ohnehin, dass er beim Turnier dabei ist und sich für andere einsetzt.


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