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Meine Stadt Linie 12: Eine neue Straßenbahn für Linden?
Hannover Meine Stadt Linie 12: Eine neue Straßenbahn für Linden?
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08:44 08.11.2017
Hannover

Die Linie soll die Wasserstadt Limmer anbinden, wie die Linie 10 durch die Limmerstraße fahren, dann jedoch nicht den Weg über die Spinnereistraße nehmen, sondern rechts in die Blumenauer Straße abbiegen. Dort müssten entlang des Ihme-Zentrums neue Gleise verlegt werden, die zum Schwarzen Bären führen. Hier würde die Linie 12 auf die Gleise abbiegen, die derzeit schon von den Linien 3, 7, 9 und 17 genutzt werden. Kurz vor dem Waterlooplatz würde die Linie 12 in den Tunnel zum Hauptbahnhof abbiegen.

Für die Bürger Lindens brächte das eine Reihe von Vorteilen mit sich: Sie hätten die Wahl, ob sie oberirdisch auf der neuen Führung der Linie 10 zum Raschplatz fahren oder mit der 12 durch den Tunnel übers Kröpcke zum Hauptbahnhof fahren wollen. Die oberirdische Strecke ist ohnehin schon jetzt an ihrer Kapazitätsgrenze. Mehr Bahnen würden die Wendeanlage am Raschplatz überlasten.

Zwar gäbe es bereits jetzt die Möglichkeit, Bahnen, die aus der Limmerstraße kommen, durch den Tunnel zu schicken – die Üstra hat das zuletzt öfter gemacht, wenn die oberirdische Strecke wegen Bauarbeiten für den Umbau der D-Linie gesperrt werden musste –, allerdings müssen diese über Glocksee und Goetheplatz einen Umweg zum Tunneleingang am Waterlooplatz fahren. Der Weg der neuen Linie 12 durch die Blumenauer Straße und weiter über die Benno-Ohnesorg-Brücke wäre ein gutes Stück kürzer.

„Die Verbindung reduziert die Fahrtzeit für die in der Bahn sitzenden Fahrgäste und bringt daher Nutzenkomponenten für die Wasserstadt“, erklärt Re­gionssprecher Klaus Abelmann. Zudem gebe es die Möglichkeit, „eine weitere Haltestelle zur Erschließung des Ihme-Zentrums“ einzurichten. Das würde vor allem dann interessant, wenn die geplante Belebung der Problemimmobilie inklusive Einkaufsmöglichkeiten tatsächlich gelingen sollte.

Laut Region ist die neue Strecke durch die Blumenauer Straße allerdings nur eine von mehreren Möglichkeiten, die derzeit mit Blick auf eine Stadtbahnanbindung der Wasserstadt Limmer geprüft werden. Zurzeit erreiche jedoch „keine der untersuchten Varianten eine Wirtschaftlichkeit“, betont Sprecher Abelmann. Das Verfahren sei allerdings „noch nicht abgeschlossen“.

Von Christian Bohnenkamp

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