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KURT-
SCHUMACHER-STRASSE:
Für Autos und Bahnen ist es hier eng.

Foto: Behrens© christian behrens

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Verkehr

Linie 10: Handel fürchtet Chaos in Hannover

Durch den Neubau der Stadtbahnlinie 10 darf die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Auto nicht schlechter werden. Das fordern City-Gemeinschaft, Industrie- und Handelskammer (IHK) und Einzelhandelsverband in einem gemeinsamen Positionpapier.

Hannover. Ulrich Thiemann vom Handelsverband Hannover sagt: „Durch die Umplanung dürfen keine neuen Engpässe oder städtebaulichen Probleme geschaffen werden.“ Unter anderem lehnen die Verbände Gleise durch den Posttunnel zum Raschplatz ab. Die Strecke würde dann vor der Ernst-August-Galerie „massive Probleme“ für Fußgänger bringen. Die Wirtschaftsvertreter fürchten, durch die bisher diskutierte Streckenverlegung der Linie 10 „starke Einschränkungen“ für Autofahrer und Lieferverkehr. Die Leistungsfähigkeit des Cityringes könne gefährdet werden.

Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft betont die Bedeutung von Kunden, die mit dem Auto anreisen. 62 Prozent der Käufer kämen mit dem eigenen Wagen: „Was für eine Großstadt mit einem Einzugsgebiet von 1,8 Millionen Einwohnern auch zu erwarten ist.“

Folgen für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger müssten vor der beschlossenen Bürgerbefragung über die Linie geklärt werden, sonst sei die Abstimmung über Hoch- oder Niederflur „nicht zielführend“. Der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Horst Schrage: „Eine richtige Entscheidung zur Linie 10 kann nur auf Basis eines Gesamtkonzeptes getroffen werden.“

Die Möglichkeit, die Linie langfristig doch noch in einen Tunnel zu führen, dürfe nicht verbaut werden, heißt es im Papier.

Der Geschäftsführer der City-Gemeinschaft, Prenzler, mahnte an, dass die Wirtschaft von der Region stärker an den Planungen beteiligt werden müsse: „Wir ersuchen dringend um einen Gesprächstermin, um die anstehenden Fragen schnellstens zu klären.“

Der Verkehrsdezernent der Region, Ulf-Birger Franz, sagte gestern, die Behörde habe bereits ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, das zeigen solle, wie der Verkehr geführt werden könne. Untersucht werden soll der Bereich entlang der Strecke vom Platz der Kaufleute bis zum Goetheplatz.

Er gehe davon aus, dass das Ergebnis für alle Verkehrsteilnehmer „gut verträglich sein werde“. Die Situation für Fußgänger an der Ernst-August-Galerie werde sich „eher verbessern“. Die Ergebnisse sollten im Mai mit der Wirtschaft diskutiert werden.


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