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Im KOnfettiregen: Ralf Schnoor, frisch gebackener Millionär, und Günther Jauch.© RTL

Wer wird Millionär

Lindener holt sich bei Jauch die Million Euro

Mit seiner unglaublichen Lockerheit hat Ralf Schnoor (49), Inhaber des Café K. in Linden, am Freitag in der 906. Folge von „Wer wird Millionär?“, 1 Million Euro gewonnen.

Der selbstständige Gastronom und Betreiber des Cafés K. ist damit der siebte Millionär bei Günther Jauch. Der letzte Millionengewinner liegt fast vier Jahre zurück, am 8. Januar 2007 beantwortete der Marburger Student Timur Hahn alle 15 Fragen richtig. Im Spielverlauf kam Ralf Schnoor zugute, dass er in seinem Café selbst ein Quiz veranstaltet und sich die Fragen dafür selbst ausdenkt.

Bereits in der Montagssendung hatte es der 49-Jährige durch die richtige Beantwortung der Auswahlfrage in 5,29 Sekunden ins Spiel geschafft. Ralf Schnoor entschied sich gegen die Risikovariante und verzichtete auf den vierten Joker, so wie alle bisherigen Millionäre, die in den normalen Sendungen allesamt mit nur drei Jokern die Million abräumten. Der Gastronom beantwortete zwei Fragen richtig und hatte dann in der Show am Freitag viel Glück!

Mit Spaß am Spiel, völlig entspannt und total gelassen kam er ohne Einsatz seiner Joker über die 16.000-Euro-Hürde. Günther Jauch anerkennend: “16.000 Euro, alle Joker noch da, besser geht es nicht!“ Auch die 500.000-Euro-Frage er sofort richtig beantworten: „Was kann als „Vorfahr“ des Schmerzmittel-Wirkstoffs ASS bezeichnet werden?“ A: Lindenblüten, B: Mariendisteln, C: Weidenrinde, D: Nelkenblätter (richtige Antwort C). Ralf Schnoor: „Diese Frage habe ich mir auch schon mal beim „Table-Quiz“ in meinem Café ausgedacht.“

Dann die Millionenfrage: Ralf Schnoor hatte immer noch seinen Telefonjoker! Absolute Ruhe und Hochspannung im Studio: „Wie heißt die erste deutsche Briefmarke, die 1849 in Bayern herausgegeben wurde?“ A: Schwarzer Einser, B: Roter Zweier, C: Gelber Dreier, D: Blauer Vierer (richtige Antwort A). Der coole Gastronom wirkt immer noch entspannt und scheint sich innerlich zu freuen. Günther Jauch: „Sammeln Sie Briefmarken?“ Ralf Schnoor: „Nein, ich freue mich über mein Table-Quiz von mal zu mal mehr.“ Günther Jauch: „Sammelt Ihr Telefonjoker Briefmarken?“ Der selbstbewusste Ralf Schnoor lächelnd: „Nein, auch nicht, aber ich möchte ihn gerne anrufen.“ Der Telefonjoker André Hanreich wird angerufen und hebt ab. Ralf Schnoor in Plauderlaune: Trotz der knappen Antwortzeit fragte er ihn zuerst einmal in aller Seelenruhe, wie es denn dessen Frau gehe. Dann gibt sich der Kandidat siegesgewiss. „Also ich glaube, ich kann die Frage hier locker beantworten. Die erste deutsche Briefmarke war der Schwarze Einser, würdest du es auch so sehen?“ Darauf der Telefonjoker unsicher: „Ich habe es schon mal gehört, aber ob es die erste war?“ Ralf Schnoor: „Doch, es ist der Schwarzer Einser!“ Der Telefonjoker: „Dann nimm es!“ Ralf Schnoor tiefenentspannt: „Dann machen wir es mal.“ Das Publikum lacht vor Begeisterung, tosender Beifall im Studio. So einen coolen und lässigen Kandidaten gab es noch nie. Selbst Günther Jauch ist beeindruckt: „Wie kommen Sie darauf?“ Ralf Schnoor: „Ich habe diese Frage bei einem Table-Quiz mit dem Motto Briefmarken recherchiert und die wurde in Bayern rausgegeben.“ Richtig! Standing Ovations und Glitzerregen im Studio.

Freudig wird Ralf Schnoor von seiner Ehefrau Sarah Atashfashan (49) umarmt. Und was geschieht mit dem Gewinn? „Ich werde auf keinen Fall mein Café aufgeben“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Mehr noch: „Meine Mitarbeiter bekommen eine Lohnerhöhung“, versprach der gebürtige Hannoveraner kurz nach der vor rund einem Monat aufgezeichneten Übertragung der Rate-Sendung am Freitagabend. Nun will Schnoor, der seit 25 Jahren das „Café K“ im Szenestadtteil Linden betreibt, eine Eigentumswohnung kaufen und mit seiner Frau nach Australien reisen. Außerdem bedankt sich Ralf Schnoor auch herzlich beim Publikum und lädt alle Studiozuschauer als Dankeschön in sein Café ein. Denn der Einsatz des Publikumsjokers bei der 32.000-Euro-Frage war erfolgreich.

Und was war am Freitagabend zuhause in Linden los? Für die Ausstrahlung seines Millionen-Triumphes bei „Wer wird Millionär“ hatte Ralf Schnoor extra die engsten Freunde eingeladen. Denen hatte er im Vorfeld vorgegaukelt, er sei leider an der 125 000-Hürde gescheitert und auf 16 000 Euro zurückgefallen. Eigentlich hatten seine Gäste daher damit gerechnet, ihrem Freund am Freitagabend viel Trost spenden zu müssen. Während der Ausstrahlung fieberten seine Gäste der Frage nach den 125 000 Euro entgegen - in der Annahme, ihr Freund Ralf werde dort scheitern. Doch in Wirklichkeit wusste er dank des Fifty-Fifty-Jokers recht schnell, dass die Ostsee neun Anrainerstaaten hat und nicht etwa die Alternativen Mittelmeer, Atlantik und Victoriasee. Bei der Frage nach der halben Million hatte Schnoor dann sofort ein Lächeln auf den Lippen.

ots/dpa


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