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Die Gemeindein Linden kann sich die Gerhard-Uhlhorn-Kirche nicht mehr leisten.

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Religion

Linden: Moschee zieht nun doch nicht in Kirche

Eine Umwandlung nicht mehr genutzter Kirchen in Moscheen kommt für die evangelische Landeskirche nicht in Frage. Das ist für uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellbar, sagte Cheftheologe Arend de Vries der NP.

Hannover. Vorgeschichte: Die Kirchengemeinde Linden-Nord will ihre Gerhard-Uhlhorn-Kirche jetzt schließen und verkaufen. Politiker von SPD und CDU hatten auf NP-Anfrage gesagt, sie hielten es auch für denkbar, aus der Kirche eine Moschee zu machen. In Linden gibt es zahlreiche Einwohner aus der Türkei und anderen muslimischen Ländern.

De Vries, als Vizepräsident des Landeskirchenamtes für theologische Fragen verantwortlich, erläuterte jetzt, es könne für Gemeindeglieder „ein zusätzlicher schwerer Schritt“ sein, wenn ihre Kirche an eine nichtchristliche Religionsgemeinschaft übergeben würde.

Eine Ausnahme mache die Landeskirche bei jüdischen Gemeinden. Christen und Juden hätten das Alte Testament gemeinsam, erläuterte de Vries: „Jesus war Jude.“ Außerdem gebe es wegen der nach 1938 niedergebrannten Synagogen in Deutschland hier eine besondere moralische Verantwortung.

Die Lindener Bethlehem- und Uhlhorn-Kirchengemeinde hatten sich 2009 zusammengeschlossen. Die neue Gemeinde hat derzeit rund 5000 Mitglieder, sie muss das Gebäude aus dem Jahr 1963 aus Geldmangel aufgeben.

Es dürfte nicht das letzte Gotteshaus bleiben, von dem sich die Lutheraner in Hannover trennen. Mögliche Formen der Nachnutzung werden am Mittwoch, 7. November, ab 20 Uhr im Gemeindehaus der Dreifaltigkeitsgemeinde, Friesenstraße 27A (Oststadt), diskutiert.

Auf dem Podium: der Leiter des kirchlichen Bauamtes, Martin Krause, und der stellvertretende Stadtsuperintendent Thomas Höflich sowie Doris Lieckfeldt aus Stöcken und Wolfgang Irrlitz (früher Messiasgemeinde). In Stöcken wird über einen Verkauf diskutiert, die Messiaskirche gibt es bereits nicht mehr.


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