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Bei der Bombenentschärfung am Dienstag musste ein Hotel evakuiert werden.

Bei der Bombenentschärfung am Dienstag musste ein Hotel evakuiert werden.© Elsner

Kampfmittel

Liegen noch mehr Blindgänger auf dem Langenhagener Flughafen?

Dienstagnacht musste auf dem Gelände des Flughafens Langenhagen ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Es könnten noch weitere Kampfmittelreste auf dem Areal liegen. Derzeit würden zahlreiche Luftaufnahmen ausgewertet, sagt die Stadt Langenhagen.

Langenhagen. Um 0.35 Uhr waren beide Hotels am Flughafen Hannover evakuiert, um 1.32 Uhr meldete Langenhagens Stadtsprecherin Juliane Stahl: „Der gesamte Evakuierungsbereich ist geräumt – es herrscht Sicherheit.“ 48 Minuten später hieß es: „Die Bombe ist entschärft.“

Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war am Montag erst nachmittags entdeckt worden – bei Arbeiten für eine Wasserleitung. Die 250 Kilo schwere Altlast lag etwa 1,20 Meter tief nahe der Startbahn für Kleinflugzeuge im Bereich des Privatfliegerterminals.

„Es gab eine optimale Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten“, konstatierte am Dienstag Airport-Sprecher Sönke Jacobsen. Der Flugbetrieb sei durch die schnelle Kampfmittelbeseitigung nicht gestört worden.

Experten untersuchen Luftbilder

Unklar bleibt zunächst, ob noch weitere Blindgänger auf dem 920 Hektar großen Betriebsgelände liegen. Jacobsen sagte: „Natürlich kann niemand ausschließen, dass es auf dem Gelände des Flughafens eventuell noch Kampfmittelreste geben könnte.“

Vor größeren Baumaßnahmen am Airport würden grundsätzlich Luftbildaufnahmen ausgewertet und der betroffene Bereich von Experten genau untersucht. So war auch 2016 ein Blindgänger entdeckt worden.

Stadtsprecherin Stahl sagte mit Blick auf das gesamte Gebiet der Kommune, in der rund 53 000 Menschen leben: „Wir können nicht ausschließen, dass es noch Kampfmittelreste gibt.“

Bauherr für Grundstück verantwortlich

Die Stadt empfehle deshalb allen Bauherren eine Baugrunduntersuchung. Stahl: „Der Bauherr ist dafür verantwortlich, dass sein Grundstück sicher ist.“ Aufgrund eines Ratsbeschlusses zahle die Kommune für die Beseitigung von Kampfmitteln und komme beispielsweise auch für die Kosten einer Evakuierung auf.

Nach Ende des Landesräumprogrammes vor einigen Jahren habe sich die Kommune außerdem entschieden, die sogenannten Kampfmittelsondierungen auf eigene Kosten fortzusetzen. Stahl betonte: „Um dafür zu sorgen, dass die Stadt Langenhagen sicherer wird.“

Die Kommune im Norden der Landeshauptstadt sei im Zweiten Weltkrieg stark bombardiert worden, rund zwei Drittel des Ortes seien damals zerstört worden. Aus dieser Zeit gebe es zahlreiche Luftaufnahmen, die derzeit ausgewertet würden. Die Stadtsprecherin: „Wir sind momentan dabei und arbeiten diese sogenannten Grund­karten ab.“

Andreas Körlin


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