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Meine Stadt Leibniz-Uni verliert berühmten Robot-Forscher an München
Hannover Meine Stadt Leibniz-Uni verliert berühmten Robot-Forscher an München
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00:16 16.07.2017
SPITZENFORSCHER: Sami Haddadin ist seit 2014 Professor für Regelungstechnik an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik. Quelle: Foto: Heusel
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Hannover

„München gilt als deutsches Robotikzentrum“, erklärte Ulrich Marsch, Pressesprecher der TU München auf Anfrage. „Wir möchten mit Professor Haddadin ein Robotik-Zentrum aufbauen.“ Mindestens vier Fakultäten würden daran beteiligt sein, sich ergänzen und vervollkommnen.

Sami Haddadin gilt als weltweit renommierter Experte auf dem Gebiet der Robotik. Erst vor zwei Jahren war er für seine Arbeit mit dem mit einer Million Euro dotierten Alfried-Krupp-Förderpreis ausgezeichnet worden. Einer seiner Schwerpunkte ist die Entwicklung von High-Tech-Prothesen. Hier kam dem gebürtigen Neustädter in Hannover die Anbindung an die MHH zu Gute.

„Hannover versteht mich und meine Ideen einfach“, hatte er die hiesigen Arbeitsbedingungen seinerzeit gegenüber der NP gelobt. Doch nun hat sich München offenbar als anziehender entpuppt. Schließlich passt auch dort die Medizintechnik gut zu seinem Arbeitsprofil. Insbesondere die Forschungen von Prof. Florian Holzapfel zur Maschinensteuerung mittels Gehirnströmen könnten den Robot-Prothesen Haddadins möglicherweise zusätzlichen Auftrieb geben.

Die Leibniz-Uni wollte den Ruf nach München noch nicht bestätigen, weiß aber von verschiedenen Verhandlungen. Ein Spitzenwissenschaftler wie Haddadin werde immer von anderen Einrichtungen national wie international ins Auge gefasst, so Sprecherin Mechtild von Münchhausen. Auch die Münchner Uni weiß von Werbeversuchen aus dem Ausland „Uns ist es gelungen, mit Professor Haddadin einen international gefragten Experten in Deutschland zu halten“, freut sich Sprecher Marsch.

Von Andreas Krasselt

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