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Kein Fortschritt: Dach und Fassaden der Eilers-Werke sind erneuert. Doch die Statik und der Brandschutz machen Probleme. Fotos: Surrey, Archiv

Neue Nutzung

Ledeburg: Stillstand in den Eilers-Werken

Sie sollten ein Technikmuseum mit Werkstatt werden: Doch bei den ehemaligen Eilers-Werken in Ledeburg gehts nicht voran: Es gibt Probleme mit dem Bauantrag. Besucher haben keinen Zutritt.

Hannover. An Unterstützern, die von der Idee begeistert sind, mangelt es nicht. Selbst Ministerpräsident Stephan Weil stattete den früheren Eilers-Werken in Ledeburg im vergangenen Jahr einen Besuch ab und lobte ausdrücklich die Idee, in den alten Fabrikhallen ein Technikmuseum mit angrenzender Ausbildungswerkstatt einzurichten – für Jugendliche und junge Erwachsene, die es auf dem Arbeitsmarkt schwer haben. Passiert ist seitdem fast nichts. Der Frust bei den Machern ist mittlerweile groß.

„Ich habe den Eindruck, dass das Projekt zwar von der Politik gewollt ist, aber in der Bauverwaltung eher lästig zu sein scheint“, ärgert sich Klaus Kirchheim, einer der beiden Geschäftsführer der Gesellschaft, die das riesige Industriegelände gekauft hat. Er kann sich nicht erklären, „warum das über alle Maßen lange dauert“.

Dabei tue man doch alles, um die Anforderungen aus der Bauverwaltung zu erfüllen. „Wir haben extra einen renommierten Brandschutzgutachter engagiert, der schon den Bau von Automobilwerken begleitet hat“, berichtet Kirchheim. Allein die Simulation eines Brandfalls, die dieser anfertigte, habe 30 000 Euro gekostet. Mit 40 000 Euro schlugen die Kosten für den Statiker zu Buche. Dennoch herrscht weiter Stillstand. „Aktuell dürfen wir nicht einmal Besucher durch die Halle führen“, sagt Kirchheim.

Das ist auch deshalb ärgerlich, weil schon 500 000 Euro in das Projekt geflossen sind, etwa, um tausende Kubikmeter verseuchte Erde auszutauschen und das Dach der Halle abzudichten. Ein weiterer Kostenschock kam aus der Bauverwaltung. Diese habe über 300 000 Euro Gebühr für den Bauantrag verlangt, und das sei auch nur der geforderte Vorschuss gewesen, berichtet Kirchheim. Eine Summe, die in keinem Verhältnis stehe zu den 650 000 Euro, die man für den Brandschutz kalkuliert habe.

Wie diese zustande gekommen
ist, erklärt die Stadt im Detail nicht. „Die Berechnung der Gebühren richtet sich nach den Vorgaben der Baugebührenordnung des Landes
 Niedersachsen“, sagt Stadtspre-
cher Alexis Demos. Zur Statik könne man zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen, da diese derzeit geprüft werde. Man begleite das Projekt „intensiv“, das Verfahren sei aber komplex, weil die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen das Erscheinungsbild der Halle so wenig wie möglich beeinträchtigen sollen. Christian Bohnenkamp


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