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Meine Stadt Lasterfahrer fährt mobilen Blitzer kaputt
Hannover Meine Stadt Lasterfahrer fährt mobilen Blitzer kaputt
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00:17 15.07.2018
Mobiler Blitzer: So sieht ein Laser Enforcement Trailer aus. In der Wedemark wurde ein solcher Blitzer von einem Laster kaputtgefahren. Quelle: Archiv
Wedemark

Eigentlich gelten die Laser Enforcement Trailer (LET) als besonders gut geschützte Blitzer. Einen 40-Tonner musste er sich Donnerstag morgen dann aber doch geschlagen geben. An der Ortseinfahrt Hellendorf (Wedemark) prallte ein Sattelzug gegen das 125. 000 Euro teure Gerät. Der einzige LET der Polizei Hannover ist damit schrottreif.

Der 43-jährige Lasterfahrer hatte gerade das Ortsschild passiert, als er gegen 8.40 Uhr rechts von der Fahrbahn abkam und dort gegen den abgestellten Blitzer an der Schwarmstedter Straße prallte. „Die Ursache dafür ist unklar“, sagt Mirco Nowak von der Polizei Hannover. Bei der Kollision wurde das Geschwindigkeitsmessgerät komplett zerstört. An dem Sattelzug entstand ein Gesamtschaden von lediglich 5000 Euro, der Fahrer wurde bei dem Zusammenstoß nicht verletzt.


Besonders bitter: Der gepanzerte LET – nach der Aufschrift auf der Außenhaut „Alice“ genannt –  war der einzige mobile Blitzer seiner Art im Besitz der Polizei Hannover. Erst vor knapp einem Jahr wurde der teure Trailer in den Dienst genommen (NP berichtete). Das besondere: Weil „Alice“ unbewacht ihrer Arbeit nachging, wurde sie durch eine massive Hülle aus Stahlblech besonders vor Vandalismus geschützt und mit einer Alarmanlage versehen. Sobald der Anhänger von der Polizei an seinem Bestimmungsort aufgestellt wurde – dort konnte der LET bis zu fünf Tage selbstständig „arbeiten“ – wurden die Stahlplatten bis auf den Boden heruntergelassen, um neben der Technik auch Anhängerkupplung und Räder zu schützen.

Mit einem 40-Tonner konnte es Alice aber dennoch nicht aufnehmen, wie sich nun zeigte. „Ob wir uns ein neues Gerät kaufen, kann jetzt noch nicht gesagt werden“, erklärte Nowak auf NP-Anfrage. Traurig sei die Polizei über den Verlust aber nicht, trotz des hohen Preises. „Das LET ist ein Einsatzmittel. Viel wichtiger ist es, dass dem LKW-Fahrer nichts passiert ist.“

Von Simon Polreich

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