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Meine Stadt Langenhagen: Blindgänger entschärft
Hannover Meine Stadt Langenhagen: Blindgänger entschärft
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16:55 29.05.2016
Quelle: Welz
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Langenhagen

Flugreisende können aufatmen: Eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg haben Experten auf dem Airport Hannover entschärft. Es handele sich um eine Fünf-Zentner-Bombe mit mechanischem Aufschlagzünder, teilte Juliane Stahl, Sprecherin der Stadt Langenhagen, am Sonntag mit. Der Sprengmeister hatte um 13.10 Uhr mit der Entschärfung begonnen, eine halbe Stunde später war die Bombe entschärft. Kurz nach 14.00 Uhr nahm der Airport seinen Flugbetrieb wieder auf, die erste S-Bahn fuhr knapp 20 Minuten später wieder ab Langenhagen-Mitte. Eine weitere verdächtige Stelle auf dem Airport-Gelände erwies sich als ein Metallrohr.

Die Evakuierung hatte um 9.00 Uhr begonnen, die Polizei sperrte alle Zufahrtsstraßen zum Flughafen. 54 Flüge, davon 28 Abflüge und 26 Ankünfte, wurden auf andere Flughäfen umgeleitet. Knapp 300 Kräfte von Polizei, Feuerwehr, Johanniter Unfall-Hilfe und Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen waren im Einsatz. Der Sperrbezirk hatte einen Radius von 1000 Metern. Tausende Flugreisende waren von der Sperrung betroffen, aber außer dem Flughafen und umliegenden Betrieben nur rund 30 Anlieger. Für gestrandete Reisende und Abholer wurde eine Sammelstelle in einer Eishalle eingerichtet. Dort landeten auch Betty Johansen und Dis Jordt Petersen. Sie wollten eigentlich nach Kopenhagen fliegen und von der dort weiter nach Bornholm und wurden von der Sperrung überrascht.

"Wir waren um 8.00 Uhr am Flughafen, die Airline hat uns nicht informiert", sagten die beiden Dänen, die Freunde besucht hatten. Auch Paul Ajiboye strandete in der Eishalle, er wollte eigentlich am Vormittag nach London fliegen - und hatte von der Fluggesellschaft keine Information erhalten. Zwei Mitarbeiter des Flughafens unterstützten die Fluggäste in der Sammelstelle, Ajiboye wollte alternativ einen Zug nach Hamburg nehmen und von dort aus nach London fliegen. Insgesamt hätten sich knapp 30 Menschen in der Eishalle eingefunden, sagte die Sprecherin. Die Johanniter versorgten die Gestrandeten. Um 16.05 Uhr landete die erste Maschine aus Manchester auf dem Flughafen, diese startete auch um 16.35 Uhr als erstes Flugzeug wieder. Experten waren bei der Erneuerung des Vorfeldes auf die beiden Verdachtspunkte gestoßen.

Tobias Welz

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