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Meine Stadt Lange Haft für Brandstifter von Salzhemmendorf gefordert
Hannover Meine Stadt Lange Haft für Brandstifter von Salzhemmendorf gefordert
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14:17 04.03.2016
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Hannover

Dennis L. hatte zu Beginn des Prozesses gestanden, in dem Ort bei Hameln am 28. August einen Molotow-Cocktail in das überwiegend von Asylbewerbern bewohnte Mehrfamilienhaus geworfen zu haben. Bei dem Anschlag waren eine 34-jährige Frau aus Simbabwe und ihre drei Kinder nur knapp dem Feuer entkommen. Verletzt wurde niemand. Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen.

Neben Dennis L. müssen sich zwei Mittäter verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht von fremdenfeindlichen Motiven aus. Staatsanwältin Sprave betonte, sie sehe die Tötungsabsicht als gegeben an. "Es ist eine glückliche Fügung, dass es nicht zur Tatvollendung gekommen ist." Für den Mitangeklagten Sascha D. (25) verlangte sie sieben Jahre Haft. Er hatte zuzugeben, gemeinsam mit Dennis L. aus einer leeren Weinbrandflasche, Holzspänen und Benzin den Brandsatz gebastelt zu haben. Beide gaben an, vor dem Anschlag erhebliche Mengen Alkohol getrunken zu haben.

Für die dritte Angeklagte Saskia B. (24) forderte die Staatsanwältin vier Jahre und zwei Monate Haft. Sie hatte eingeräumt, die beiden Männer zum Tatort gefahren zu haben. In dem Haus hielten sich zur Tatzeit rund 40 Personen auf - neben deutschen Bewohnern waren dies Asylsuchende aus dem Irak, Pakistan, Syrien, der Elfenbeinküste und Simbabwe. Die Angeklagten führten den Anschlag vor allem auf ihren hohen Alkoholkonsum zurück. Sie hätten dadurch die Kontrolle über ihre Handlungen verloren. Die Verteidigung wies eine Tötungsabsicht zurück. Das Urteil wird für Mitte März erwartet.

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