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Plakate, Plakate, Plakate ... - auch am Friedrichswall.© Dröse

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Wahlkampf

Landtagswahl 2013: Ist diese Wahl zu plakativ?

Der Landtagswahlkampf geht in die heiße Phase - und in der Stadt tauchen immer mehr Plakate auf. Zum Beispiel an der Hildesheimer Straße. Dort hat die NP allein auf dem rund 400 Meter langen Stück zwischen Aegidientorplatz und Schlägerstraße 72 Kandidatengesichter gezählt.

Hannover. „Viel zu viel“, findet Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer. Seiner Ansicht nach wirkt der Schilderwald „eher abschreckend“. Deshalb habe er vor einigen Monaten auch versucht, mit dem SPD-Vorsitzenden Alptekin Kirci ein Abkommen zu schließen, um die Zahl der Wahlplakate zu verringern. Das sei jedoch gescheitert.

„Ich bekomme viel Druck aus der Bezirken. Die Leute wollen, dass wir genauso viel plakatieren wie die SPD. Und ich glaube, dass ich diesem Druck nicht mehr lange standhalten kann. Sonst heißt es hinterher, dass Toepffer Schuld ist, wenn in einem Wahlkreis die Ergebnisse nicht wie gewünscht ausfallen sollten“, sagt der CDU-Chef. Toepffer geht deshalb davon aus, dass auch die CDU noch einmal kräftig in Sachen Wahlplakate aufrüsten werde.

„Es freut mich, dass auch die CDU gemerkt hat, dass Wahlkampf ist“, kontert SPD-Chef Kirci. Er findet, dass es „nicht zu viele Plakate sind“. Jeder habe eine andere Wahrnehmung. Es gebe auch viele, die es gut fänden, dass so deutlich auf die Wahlen hingewiesen werde.

Auch SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil findet nicht, dass es seine Partei mit dem Plakatieren übertreibt. „Es sind nicht mehr Plakate als sonst. Wir haben auch nicht mehr Geld als sonst zur Verfügung, im Gegenteil“, sagt Weil. Ohnehin liege das Plakateaufhängen in der Verantwortung der Ortsvereine. „Die SPD ist da sehr dezentral organisiert“, sagt Weil.

Ewald Wessling, Professor für neue Kommunikationsformen an der Hochschule Hannover, hingegen empfiehlt den Parteien bei der Plakatwerbung zu sparen und mehr in den Online-Wahlkampf zu investieren. Die Parteien müssen bereit sein, viel stärker im Netz den Dialog mit den potenziellen Wählern zu führen und sich dabei auch von der Illusion einer hundertprozentigen Kontrolle verabschieden“, sagt Wessling.


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