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Meine Stadt Landtagsumbau: Siegerentwurf sieht Neubau am Leineufer vor
Hannover Meine Stadt Landtagsumbau: Siegerentwurf sieht Neubau am Leineufer vor
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16:11 14.02.2010
So sieht der Siegerentwurf für den neuen Landtag aus. Quelle: lni
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Hannover. Eine Art Glastempel in Pavillonstruktur soll das marode denkmalgeschützte Gebäude des Nachkriegs-Architekten Dieter Oesterlen ersetzen. Es gebe nur die Lösung mit einem Neubau, ist sich die Jury einig. Sie hatte 16 Entwürfe bewertet, die in die Endauswahl kamen. Rund 45 Millionen Euro soll das Bauprojekt kosten. Mit den Arbeiten solle im Spätherbst dieses Jahres begonnen werden.

Der Neubau soll als eine Säulenhalle mit zentralem Mittelpunkt gestaltet werden. „Ich hatte das Ziel, einen Tempel mit modernen Baumaterialien umzusetzen“, erklärte Preisträger Yi sein Konzept. Er habe räumliche und architektonische Gegebenheiten aufgegriffen und in die Moderne übertragen. Das neue Gebäude solle ein Symbol für Transparenz und Freiheit sein. „Der Plenarsaal besteht aus Glasbausteinen mit Oberlicht. Besuchergalerien sind ringförmig eingebaut“, erläuterte der Architekt. Im Erdgeschoss werde es einen Restaurantbereich zum Ufer der Leine hin geben. Auch ein Raum der Stille mit Licht- und Wasserinstallation soll entstehen.

Unter dem Neubau ist eine Tiefgarage geplant, die genaue Zufahrt steht noch nicht fest. Das alte Portikus des Landtags soll als Eingang erhalten bleiben. Den Plänen zufolge soll es eine unterirdische Verbindung zwischen dem alten und neuen Gebäude geben. Ein Teil des Platzes der Göttinger Sieben muss dem Neubau weichen, das Denkmal bleibt jedoch erhalten.

Nach einer 13 Stunden langen Beratung war die Entscheidung der Jury gefallen. „Wir haben uns überzeugt, dass wir eine Lösung mit einem Neubau suchen müssen“, sagte Jury-Vorsitzender Carl Fingerhuth aus Zürich. Es werde an dem Portikus nicht etwas angeklebt, sondern es entsteht ein neues Haus. Der Neubau solle Transparenz erhalten und eine Ausstrahlung zeigen. „Die Fesseln des alten Hauses sind für eine sanfte Evolution zu eng“.

Den zweiten Platz belegte Architekt Walter Gebhardt aus Hamburg. Er will das Gebäude auf den alten Grundmauern aufbauen und nicht komplett abreißen.

Das Plenargebäude weist starke Mängel auf und ist undicht. Die Heizung ist defekt, und die Belüftung schlecht, es fehlt Tageslicht und Platz für Besucher. Dinkla bezeichnete die geplanten Baumaßnahmen am Landtag erneut als Beschäftigungsimpuls in Zeiten der Krise. Die prämierten Entwürfe werden nun Verwaltung und Fraktionsspitzen vorgestellt, eine Baukommission entscheidet dann über den Auftrag. Die Modernisierung des Gebäudes war 2003 schon einmal wegen Finanzproblemen verschoben worden. lni

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