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Meine Stadt Millionen-Schaden durch Lagerhallen-Brand
Hannover Meine Stadt Millionen-Schaden durch Lagerhallen-Brand
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Schwarze Rauchwolken über Hannover: Am Alten Flughafen brennt eine Lagerhalle.   Quelle: Heidrich
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Hannover

Am Donnerstagabend entfachte in einer Lagerhalle im Gewerbegebiet am Alten Flughafen (Vahrenheide) ein Feuer. Gegen 19.40 Uhr bemerkten Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma Rauchschwaden an der Lagerhalle und alarmierten die Feuerwehr. Schon nach kurzer Zeit breitete sich die Flammen rasant aus, die Feuerwehr erhöhte umgehend die Alarmstufe. Als die Einsatzkräfte an der Halle ankamen, stand das Gebäude laut Feuerwehr bereits in Vollbrand. Neben der Berufs- wurden auch Ortsfeuerwehren angefordert.

Über der Stadt machten sich derweil tiefschwarze Rauchwolken breit. Diese beeinträchtigten den Verkehr auf der naheliegenden Autobahn 2.

Durch die massive Brandentwicklung drohten die Flammen auf andere Gebäude überzugreifen. Gegenüber der NP sagte Feuerwehrsprecher Clemens Hoppe: "Um die Ausbreitung zu verhindern, löschen wir von allen Seiten." Um das Feuer in den Griff zu bekommen, nutzten sie das Wasser aus den Hydranten an der Vahrenwalder Straße.

Vorsorglich brachte die Feuerwehr deswegen 25 Bewohner einer benachbarten Notschlafstelle für Obdachlose in Sicherheit. Anschließend gelang es der Feuerwehr, den dritten Hallenteil und die Nachbargebäude abzuriegeln und ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Um 23.18 Uhr vermeldete der Einsatzleiter: "Feuer unter Kontrolle".

Aufgrund einer starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung in den Bereichen Sahlkamp, Vahrenheide, Langenhagen und Bothfeld vorsorglich gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Bei Messungen, die in der Folge durch Messtrupps der Feuerwehr durchgeführt wurden, konnten jedoch keine gefährlichen Gefahrstoffkonzentrationen festgestellt werden. Am frühen Freitagmorgen waren die Löscharbeiten dann beendet.

In der Halle, die einst als Lagerraum für Möbel Boss diente, waren nach ersten Erkenntnissen offenbar Kleider gelagert. "Erkennen konnten wir das an den Metallkleiderständern, die nicht von den Flammen zerstört wurden", sagte Hoppe.

Teile des Gebäudes wurden massiv zerstört. Nach ersten Einschätzungen soll der Schaden in Millionenhöhe liegen. Verletzt wurde niemand. Weitere Untersuchungen zur Brandursache sind aufgrund der Einsturzgefahr der Halle und andauernder Bekämpfung von Brandnestern derzeit noch nicht möglich, die Ermittlungen dauern an.

Von NP

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