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DER TATORT: Während die Besitzer schliefen, stieg in der Nacht zu gestern ein Einbrecher in der Straße Debberode in ein Wohnhaus ein.

DER TATORT: Während die Besitzer schliefen, stieg in der Nacht zu gestern ein Einbrecher in der Straße Debberode in ein Wohnhaus ein.© Frank Wilde

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Kriminalität

Laatzen: Einbrecher (30) versteckt sich hinterm Sofa

Es ist ein Alptraum, der in der Nacht zu gestern für eine Laatzenerin wahr wurde. Obwohl ihr Mann (70) und die 65-Jährige in ihrem Haus an der Straße Debberode (Laatzen) schliefen, stieg ein Einbrecher (30) bei ihnen ein.

Laatzen. Die Frau erwischte den Täter in ihrem Wohnzimmer - der 30-Jährige versteckte sich hinter einer Couch. Inzwischen sitzt der Ganove hinter Gittern. Bei der Eigenheimbesitzerin lagen auch Stunden nach dem Einbruch noch die Nerven blank: „Ich werde einfach dieses Bild im Kopf nicht los - ich sehe ihn immer wieder hinter dem Sofa liegen.“

Die 65-Jährige hatte schon immer einen leichten Schlaf: „Aus Angst vor Einbrechern.“ Sie war sofort hellwach, als sie gestern gegen 2.30 Uhr ein Hämmern und Klopfen hörte. Es folgten Schritte. Die Laatzenerin wusste gleich, dass ein Fremder im Haus ist. Sie weckte ihren Mann. Er alarmierte vom Telefon am Bett die Polizei. „Die Beamten waren innerhalb von fünf Minuten da“, so der 70-Jährige.

Zunächst schien es so, als sei der Täter längst geflüchtet. Ein Trugschluss. Die 65-Jährige ging in ihr Wohnzimmer und sah, dass hinter der Couch etwas lag. Erst meinte sie, dass eine Wolldecke auf den Boden gefallen war. „Aber dann schoss mir in den Kopf, dass dort gar keine Decke liegt“, sagt die Laatzenerin. Es war der Einbrecher, der sich hinter dem Sofa in Embryo-Haltung versteckte.

Plötzlich sprang der 30-Jährige auf, flitzte an der Eigenheimbesitzerin und ihrem Mann vorbei und flüchtete durch die offene Eingangstür. Weit kam er jedoch nicht. Zwei Polizisten vor dem Haus stürzten sich auf ihn und nahmen ihn fest.

Im Flur hatte der Einbrecher sein Werkzeug deponiert: „Kuhfuß, Schraubendreher und Hammer lagen auf der Matte“, erinnert sich der 70-Jährige. Fest steht, dass der 30-Jährige die Eingangstür mit Brachialgewalt geöffnet hatte. Auch im ersten Obergeschoss war eine Balkontür aufgebrochen. „Wir vermuten, dass oben ein zweiter Täter war“, so der Hausherr.

Der Einbrecher im Erdgeschoss hatte schon damit begonnen, im Wohnzimmer nach Beute zu suchen. „Die Schubladen des Sekretärs waren geöffnet, der Inhalt lag auf dem Fußboden“, so die Laatzenerin. Verschwunden ist nichts.

Zum Zeitpunkt der Tat war der 30-Jährige betrunken. Erleichtert sind die Eheleute, dass er nun hinter Gittern sitzt: Gegen ihn lagen schon zwei Haftbefehle wegen Drogenbesitzes und schweren Diebstahls vor.

Seit 30 Jahren wohnt das Paar in dem Haus an der Straße Debberode. Von einem Einbruch blieben die Laatzener bislang verschont. Bis gestern. Dass es ein Fremder nachts in ihr Heim geschafft hat, macht vor allem der 65-Jährigen zu schaffen. Ob sie weiter in ihrem Bett im Erdgeschoss schlafen kann, weiß sie nicht. Vielleicht wechselt sie in die erste Etage. Bei ihren Kindern wollte die Frau gestern nicht übernachten. „Man kann nicht davon laufen“, sagt sie. Das Paar hat sich entschieden, das Gebäude mit neuem Schutz für Eingangs- und Balkontür noch besser zu sichern.

Laatzen Debberode

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