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Meine Stadt Kurden demonstrieren gegen türkische Offensive in Nordsyrien
Hannover Meine Stadt Kurden demonstrieren gegen türkische Offensive in Nordsyrien
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17:10 03.02.2018
Gehen auf die Straße: 1600 Kurden demonstrieren gegen die türkische Offensive in Nordsyrien.  Quelle: Behrens
Hannover

 Die Kurden in Hannover wollen das Vorgehen in Nordsyrien nicht weiter tolerieren. Seit Ende Januar 2018 greift die türkische Armee Afrin in Nordsyrien an.

 „Dieser Krieg verursacht schon jetzt eine humanitäre Katastrophe“, sagte ein Demonstrant am Samstag auf dem Opernplatz. Zehntausend Menschen seien auf der Flucht und suchen Schutz vor den türkischen Luftangriffen in Berghöhlen und Olivenhainen.

Eine Sprecherin des „Demokratischen Gesellschaftszentrum der Kurden in Deutschland“ forderte Menschenrechtsorganisationen zum Handeln auf: „Wir sind entsetzt über das Schweigen von Amnesty International, Human Rights Watch und der vielen anderen Menschenrechtsorganisationen“, sagte sie. Die Türkei verstoße mit dem Angriff auf Afrin gegen das Völkerrecht, sie begehe Kriegsverbrechen und breche viele weitere internationale Abkommen.

1600 Kurden demonstrieren gegen türkische Offensive

Die rund 1600 Demonstranten, die am Samstag in Hannover auf die Straße gingen, wollten genau darauf hinweisen. Sie fordern, dass über Afrin eine Flugverbotszone eingerichtet, und der türkische Präsident Erdogan völkerrechtlich zur Rechenschaft gezogen werde.

Dabei unterstütze auch SPD-Mann Michael Höntsch. Der kritisierte vor dem Hauptbahnhof vor allem die Waffenexporte, die Terroristen unterstützen.

Während der Demonstration kam es zu keinen Zwischenfällen. Gegenüber der NP teilte ein Sprecher der Polizei mit: „Wie auch die anderen Demonstrationen zuvor verlief auch diese störungsfrei, aber hochemotional.“

Wegen weiterer Proteste im Stadtgebiet kam es am Samstag zu einem erhöhten Polizeiaufkommen in der Innenstadt.

Von NP

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