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Meine Stadt Kunstrasen für Hannovers Sportvereine - nicht für alle
Hannover Meine Stadt Kunstrasen für Hannovers Sportvereine - nicht für alle
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16:21 04.03.2018
Hannover

Die Stadt hat inzwischen herausgearbeitet, dass etwa Wasserdurchlässigkeit des Bodens, Grundwasserstand oder eine mehrere Meter starke Lehmschicht wie etwa im Bereich der Leine-Aue dazu führen, dass die Standfestigkeit der Plätze negativ beeinflusst werden. Starten will die Stadt aus Kostengründen außerdem zunächst nur mit sieben bis zehn Plätzen. Das Geld soll im Haushaltsplan 2019/20 eingestellt werden. Ein Platz kostet in der günstigsten Variante 620 000 Euro plus 100 000 Planungskosten. Die Vereine sollen sich mit 10 000 Euro im Jahr an den Unterhaltskosten von insgesamt 12 000 Euro beteiligen, schlägt die Stadt vor.

Und: Wer als Verein in den Genuss eines künstlichen Sportplatzen kommen möchte, muss ein neun-Punkte-Katalog beantworten. Darin fragt die Stadt etwa nach baulichen Voraussetzungen, nach der Vereinsentwicklung der letzten vier Jahre und nach der Haushaltslage der Vereine.

Das Kunstrasen-Projekt ist eine Idee der SPD-Fraktion, und der sportpolitische Sprecher Angelo Alter findet die jetzt ausgearbeiteten Rahmenbedingungen, unter denen Kunstrasenplätze in Hannover gebaut werden können, grundsätzlich gut. „Das ist kein schöngefärbtes Konzept, sondern ein ehrliches Konzept.“ Vor-und Nachteile solcher Plätze habe die Stadt ausgewogen dargestellt. „Wir können jetzt konzeptionell vorgehen“, so Alter. Die Kunstrasenplätze sind in der März-Sitzung des Sportausschusses erneut Thema.     

Fragen wird es dann auch geben. Etwa die nach der Verschiedenartigkeit der Plätze. Für die Sportarten Fußball, Rugby und American Football schlägt die Stadt einen sandverfüllten Belag mit gekräuselter Faser vor, die qualitativ zwar nicht das Beste sind, dafür aber robuster und damit langlebiger. Für Hockey hält sie  einen unverfüllten Belag für sinnvoller, der um rund 185000 Euro teurer ist. „Dieser Sinn erschließt sich mir nicht“, so Angelo Alter.

Andreas Voigt

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