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MILLIONENPROJEKT: Viele Fußballplätze sind im Herbst und Winter in einem schlechten Zustand. Kunstrasen wie bei der Uni (Foto) soll Abhilfe schaffen.

MILLIONENPROJEKT: Viele Fußballplätze sind im Herbst und Winter in einem schlechten Zustand. Kunstrasen wie bei der Uni (Foto) soll Abhilfe schaffen.© Florian Petrow

Hannover

Kunstrasen: Ein Teppich für die Fußballer

Die Stadt Hannover startet ein Kunstrasenprojekt. Bereits 35 Sportvereine wollen mitmachen.

Hannover. Aufgeweichter, matschiger Rasen oder tiefgefrorener Untergrund – in den Herbst- und Wintermonaten ruht bei vielen Fußballvereinen Hannovers über Wochen der Ball. Zwangsläufig.

Das Kunstrasen-Projekt der Stadt kommt da wie gerufen, einen Platz für jeden der 13 Stadtbezirke möchte die SPD-Fraktion gern installieren – in erster Linie auf Stadtkosten. 35 Sportvereine haben ihr Interesse bis Jahresende bekundet, in der Februar-Sitzung des Sportausschusses will die Stadt ihr Konzept vorstellen – auch, nach welchen Kriterien die Vereine ins Programm aufgenommen werden.

„Die Resonanz bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und das Programm überfällig und gewollt war“, sagt Angelo Alter, der SPD-Sportpolitiker im Rat.

Einer der Interessenten ist der SV Arminia, und in Bischofshol würde man am liebsten eher heute als morgen einen Kunstrasenplatz haben: „Wir brauchen diesen Platz, um unsere Kapazitäten mit über 20 Fußball-Mannschaften abdecken zu können“, sagt Arminia-Clubchef Frank Willig. Vor allem die wachsende Jugendabteilung mit aktuell 16 Teams müsse mit Einschränkungen leben.

Verschärft werde die Situation, so Willig, weil der Ascheplatz häufig unter Was­ser stehe, da der Untergrund stark sanierungsbedürftig sei. „Diesen Flutlicht-Platz mit Kunstrasen zu versehen, würde uns erheblich helfen“, sagt er.
Wer in den Genuss eines solchen Platzes komme, solle durch Kriterien bestimmt werden, erläutert Al­ter. „Wichtig ist die Anzahl der aktiven Mitglieder im Verhältnis zu den bestehenden Sportplätzen“, sagt er. Auch die Zahl der Jugendlichen müsse man berücksichtigen. Er stellt auch klar, dass die offizielle Bewerbungsphase  noch anlaufe und sich auch Vereine noch melden könnten, die bisher kein Interesse bekundet hätten.

Der Zeitplan sieht vor, dass die Fraktionen nach Haushaltseinbringung durch die Stadt im August über die Finanzierbarkeit des Kunstrasen-Projektes sprechen. Ein Platz schlägt immerhin mit rund 750 000 Euro zu Buche.   

Von Andreas Voigt


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