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Meine Stadt Kühl starten, heiß gewinnen
Hannover Meine Stadt Kühl starten, heiß gewinnen
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00:16 08.06.2016
Quelle: Madsack Supplement GmbH
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Hannover

Sonntag Mittag, Wasserstadt Limmer: Die Sonne brennt. Die Triathleten kommen schon vorm Start ins Schwitzen. „Fünf Grad weniger wären schon gut“, stöhnt Jan Raphael und gähnt sich die letzte Müdigkeit aus seinem Hochleistungskörper, „aber ich will nicht meckern. Besser als schlechtes Wetter.“ Noch ein Küsschen für Söhnchen Leo (13 Monate) und Frau Rebekka, dann hüpft Raphael zusammen mit seinem 96-Teamkollegen Christian Haupt in den Stichkanal.

Das Mitteldistanz-Rennen sieht Hannovers Triathlon-Ass als „Standortbestimmung zum am Anfang der Saison“. In drei Wochen will er beim Chiemsee-Triathlon antreten, später folgt als Saison-Höhepunkt sein erster Start in Roth über die Ironman-Distanz.

Die „Eisenmänner“ von Limmer waren schon um 7 Uhr ins Wasser gesprungen. Veranstalter und Organisator Peter Augath machte sich ein wenig Sorgen um seine Athleten: „Die Mitteldistanz ist anstrengend, keine Frage. Aber neun, zehn, elf Stunden Sport bei den Temperaturen wie bei der Ironman-Distanz sind schon kritisch. Das geht an die Grenzen.“

Die Sanitäter hatten an der Strecke immer wieder zu tun. Die größte Schrecksekunde verursachte allerdings nicht die Hitze, sondern ein Autofahrer, der die Absperrung zur Radstrecke ignorierte und einen Athleten vom Rad riss. Sportgerät zerstört, Helm kaputt, aber der Sportler so weit in Ordnung. Ein weiterer Autofahrer fuhr eine DLRG-Helferin um - sieb blieb aber unverletzt.

„Alles im Lot“ auch bei Raphael, der 36-Jährige siegte souverän nach 4:01, 40 Stunden, trotz Radpanne, durch die er vier Minuten verlor. Sein Team-Kumpel Christian Haupt (für den Ironman auf Hawaii qualifiziert) kämpfte sich mit Achillessehnenproblemen in 4:12,49 als Zweiter ins Ziel. Sieger über die Ironman-Distanz: der Däne Mikkel Rosendal Larsen (33). Für ihn war es der erste Langdistanz-Triathlon überhaupt. „Es war fantastisch hier, die Bedingungen waren top“, lobte Larsen, der mit Töchterchen Alma (fast 2) die letzten Meter ins Ziel lief.

Augath zog eine positive Bilanz und fand „es toll, im zehnten Jahr wieder übers Wasserstadtgelände zu laufen. Wir durchleben ja quasi die Metarmorphose des Gebiets. 2007 sind wir übers Abrissgelände gelaufen, durch die Bronx“, erinnert sich Augath, der sich darauf freut, seine Starter bald über bebautes Gebiet schicken zu können.

1450 Teilnehmer waren es am Wochenende, der Rekord von 1500 wurde nur verfehlt, weil die Landesliga unterteilt und verkleinert worden war. Statt 480 Landesliga-Startern wie im letzten Jahr waren es am Sonnabend 220 weniger. Vielleicht fällt die Bestmarke ja im nächsten Jahr. Termin 2017: 3. und 4. Juni am Pfingstwochenende. Alle Ergebnisse auf www.wasserstadt-triathlon.de.

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