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Meine Stadt Krippenplätze: Stadt kommt nicht hinterher
Hannover Meine Stadt Krippenplätze: Stadt kommt nicht hinterher
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00:16 25.02.2016
Die Kleinkinderbetreuung stellt die Stadt Hannover vor eine große Herausforderung. Noch immer gibt es viel zu wenige Plätze in städtischen Krippen und Kitas. Quelle: Julian Stratenschulte
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Hannover

Obwohl die Krippensituation damit äußerst angespannt bleibt, liegt die Versorgungsquote der Ein- bis Zweijährigen bei gut 52 Prozent - und damit landesweit offenbar mit am höchsten unter den Städten Niedersachsens, soweit es eine zuletzt 2014 vom Deutschen Jugendinstitut veröffentliche Studie betrifft. Aktuellere Zahlen gibt es noch nicht.

Und: Klagen von Eltern auf einen Krippenplatz liegen der Stadt nach Angaben einer Sprecherin auch nicht vor. Also alles bestens bei der Krippenplatzbetreuung? Wohl eher nicht. Desiree Barnert von der SPD sprach gestern im Jugendhilfeausschuss, wo die Platzentwicklung erörtert wurde, von einer „angespannten, in Teilen dramatischen Situation“.

In Zahlen ausgedrückt: Deutlich mehr als 10 000 Ein- und Zweijährige sind bei der Stadt gemeldet, insgesamt hielt sie Ende vergangenen Jahres aber nur 5348 Plätze für die Kleinkinderbetreuung vor. Immerhin gelang es der Stadt, im vergangenen Jahr 169 Krippen- und 103 Kindergartenplätze neu zu schaffen. Weil der Druck also nach wie vor groß ist, errichtet Hannover am Waterlooplatz und am Rotkäppchenweg in diesem Jahr zwei Modulbauten mit zusammen 75 Krippen- und 25 Kita-Plätzen (NP berichtete).

Von den 169 neu geschaffenen Krippenplätze entstanden die meisten in Herrenhausen/Stöcken (72), Vahrenwald/List (32) und Ricklingen (30). Bei den neuen Kita-Plätzen 2015 wurden die meisten in Vahrenwald/List (40) sowie Ricklingen und Herrenhausen/Stöcken mit je 25 Plätzen eingerichtet.

Laut ihrer Prognose will die Stadt in diesem Jahr 351 neue Krippenplätze und 200 Kita-Plätze schaffen - so viel wie seit drei Jahren nicht mehr. „Ist das realistisch?“, wollte Lars Pohl, der jugendpolitische Sprecher der CDU, gestern im Jugendhilfeausschuss wissen. Die Antwort der Stadt: „Wir trauen uns das zu“, so Petra Klingspahn-Weil, die Vize-Chefin für den Bereich Kindertagesstätten.

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