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Foto: Margret Mühlenbrink wird in Zukunft weniger Probleme haben, das Kopfsteinpflaster in der Pinkenburger Straße zu überqueren. Es soll ausgetauscht werden.

Margret Mühlenbrink wird in Zukunft weniger Probleme haben, das Kopfsteinpflaster in der Pinkenburger Straße zu überqueren. Es soll ausgetauscht werden.© Dröse

Buchholz

Kopfsteinpflaster ist Katastrophe mit dem Rollator

Kopfsteinpflaster im historischen Buchholzer Dorfkern – schön anzusehen, aber für die 87-jährige Margret Mühlenbrink mit ihrem Rollator bisher eine fast unüberwindbare Hürde. In ihrer Not wandte sich die Seniorin an die Neue Presse. Und tatsächlich kam nach der Berichterstattung Bewegung in die Sache. Der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld setzte sich dafür ein, die Pinkenburger Straße im Bereich der Feuerwehr barrierefrei zu machen. Dem will die Stadt nun tatsächlich nachkommen.

Hannover. In einem Schreiben an die Mitglieder des Bezirksrates teilt die Verwaltung mit, dass sie dem Antrag des Gremiums zustimmt. Die barrierefreie Nutzung der Pinkenburger Straße solle ermöglicht werden – und zwar unter „Bewahrung des historischen Charakters“.

Konkret bedeutet das, dass es auch in Zukunft auf den betreffenden 50 Metern Kopfsteinpflaster geben wird, allerdings eine spezielle Sorte, bei der die Oberfläche geschnitten wird und deshalb leichter mit Rollatoren, Rollstühlen oder Kinderwagen überquert werden kann.

Für Mühlenbrink eine gute Nachricht. Die Räder ihres Rollators hatten sich immer wieder in den Fugen des Pflasters verkeilt. Einmal kippte dieser sogar um, und ihr gesamter Einkauf verteilte sich auf der Straße. „Schön wäre es, wenn das jetzt auch schnell umgesetzt wird. Schließlich werde ich bald 88 und möchte auch noch etwas davon haben“, sagt die Seniorin. Wichtig sei aber, „dass tatsächlich etwas passiert. Ich hatte zuletzt sogar Schulterschmerzen, wenn ich den Kopfsteinpflasterabschnitt überquert habe“.

In diesem Jahr wird es aber wohl nichts mehr mit dem Umbau. Auch, weil im Bezirksrat noch einmal genau beraten werden soll, wie das Pflaster gestaltet werden soll. „Auf dem Weg zur barrierefreien Stadt ist das zwar nur ein kleiner Schritt, aber für Buchholz ist es ein wichtiger“, sagt Bezirksbürgermeister Henning Hofmann (SPD). Es sei richtig gewesen, „dass Frau Mühlenbrink dieses Problem zum Thema gemacht hat, und ich freue mich über die positive Entscheidung der Stadt“, so Hofmann.

Geschnittenes Pflaster, wie das, das nun auf der Pinkenburger Straße verlegt werden soll, hat die Stadt unter anderem vor dem Neuen Rathaus verlegen lassen, in enger Absprache mit der städtischen Behindertenbeauftragten. Auch in einigen Kopfsteinpflasterstraßen, die für den Radverkehr wichtig sind, sollen die Steine zum Einsatz kommen.

Bohnenkamp


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