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Meine Stadt Kontrolleure verpassen Schwarzfahrer Platzwunden
Hannover Meine Stadt Kontrolleure verpassen Schwarzfahrer Platzwunden
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16:23 21.01.2010
Quelle: Symbolfoto
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Laut Anklage sollen sie den Schwarzfahrer an einer U-Bahnstation auf dem Boden fixiert haben. Anschließend soll einer der Kontrolleure dem Mann mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

Die 33 bis 47 Jahre alten Angeklagten, die sich wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen, bestreiten den Vorwurf. Sie hätten den 29-Jährigen festhalten und auf den Boden drücken müssen, weil er zunächst flüchten wollte und sich anschließend heftig gegen die Kontrolle gewehrt habe. Der Mann hatte keinen gültigen Fahrschein.

Der seit elf Jahren in Deutschland lebende Mann gab am Donnerstag an, bereits in der U-Bahn ein ungutes Gefühl gehabt zu haben, als er den Kontrolleur sah. „Ich dachte, dass ich ein gültiges Ticket habe, aber der Mann kam so schnell auf mich zu nach dem Motto: Schwarze Leuten fahren sowieso schwarz.“

Als er dann am U-Bahngleis von immer mehr Kartenprüfern umringt wurde, habe er Angst bekommen und versucht, zu flüchten. Er sei zu Boden geworfen worden. „Die vier Männer saßen mit den Knien auf meinem Körper und einer hat mich mehrmals mit der Faust geschlagen“, schilderte der 29-Jährige. Dabei habe er eine Platzwunde am Kopf und am Mund erlitten. Später seien noch zwei uniformierte Sicherheitsleute gekommen, von denen einer ihm das Knie auf den Hals gedrückt habe. „Ich habe gebetet, dass die Polizei schnell kommt. Ich hatte Angst um mein Leben.“

Auch eine Zeugin bestätigte zum Prozessauftakt die Angaben des Opfers. Sie identifizierte einen der Männer als denjenigen, der zugeschlagen habe. Dagegen brachte eine Videoaufzeichnung der Überwachungskamera an der U-Bahnstation, die im Gerichtssaal gezeigt wurde, keine Erkenntnisse. Pfeiler verdeckten die Situation. lni

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