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© Frank Wilde

Zufriedenheit im Handwerk

Konjunktur zeigt nach oben

Dem Handwerk geht es gut, mancher Branche sogar so gut wie noch nie. Das hat Hauptgeschäftsführer Jans-Paul Ernsting im aktuellen Konjunkturbericht festgestellt.

Hannover. Im Handwerk läuft es richtig gut. Geringe Arbeitslosenzahlen, niedrige Zinsen und eine ungebrochene Lust auf Konsum kurbeln die Konjunktur an. „Die meisten Indikatoren zeigen nach oben“, sagt Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover. Einen deutlichen Trend nach oben sieht er allerdings auch bei den Preisen für Verbraucher.

Alle Branchen, inbesondere Bau- und Nahrungsmittelhandwerk, melden Teuerungen auf der Beschaffungsseite. Nach dem Dieselskandal sind viele Firmenchefs gezwungen, sich einen oder mehrere neue Wagen zuzulegen. „Die Investitionen sind Abschreibungen – und die finden Sie in Ihrer Rechnung“, kommentiert Ernsting trocken die Folgen der neuen Gefragtheit.

Mit 94,5 Punkten beurteilt die Baubranche ihr Geschäftsklima so gut wie noch nie. Im Gesamthandwerk liegt die Zufriedenheit bei 73,5 Indexpunkten – und damit gleichauf mit den Vorjahres-Rekordwerten für ein drittes Quartal. Auch die Konjunktur im Ausbauhandwerk boomt.

Weil Fachkräfte fehlen, müssen sich Kunden auf längere Wartezeiten einstellen. Selbst bei Neubauten beobachte er inzwischen einen „Engpassfaktor“, so Ernsting. Manches Gebäude werde sich nicht so schnell hochziehen lassen wie erhofft.

Die wirtschaftliche Entwicklung verbessert sich für das Dienstleistungshandwerk (67,5 Indexpunkte). Mit Umsatzrückgängen haben Betriebe für den gewerblichen Bedarf (58,5 Punkte), vor allem aber das Gesundheitshandwerk zu kämpfen. Jeder fünfte Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädietechnik-Mechaniker, Orthopädieschuh- und Zahntechniker kürzt geplante Investitionsmittel. Jeden zehnten schockieren deutliche Auftragsrückgänge.

Ganz anders im Nahrungsmittelhandwerk. Der Geschäftsklimaindex ist mit 83,5 Indexpunkten überdurchschnittlich hoch. In keiner Bäckerei, Konditorei oder Fleischerei gehen die Umsätze zurück. Fast jeder fünfte Betrieb meldet ein Umsatzplus. Trotzdem gibt es auch in dieser Branche Schattenseiten – weil der Nachwuchs fehlt. Traditionsreiche Unternehmen (wie beispielsweise Eikemeier) müssten aufgeben, die Vielfalt gehe verloren, bedauert Ernsting die Entwicklung.

Die Handwerksprognose: anhaltend gut. Wenn die neue Bundes- und Landesregierung die richtigen Impulse geben ...

Von Vera König


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