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Sanierungsfall: Das Fössebad – hier der Außenbereich – wird erneuert. Fraglich ist immer noch, in welcher Form.

Sanierungsfall: Das Fössebad – hier der Außenbereich – wird erneuert. Fraglich ist immer noch, in welcher Form.© Schaarschmidt

Fössebad

Kommt das Freibad doch noch?

Gibt es doch noch eine Chance auf das Freibad? Zumindest wenn es den Grünen gelingt, die Baukosten im Haushaltsplan 2019 hineinzuschreiben.

Hannover. Gibt es beim Neubau des Fössebades in Linden/Limmer doch noch eine realistische Chance auf ein Freibad? Das könnte so sein. Zumindest, wenn es der Ratsfraktion der Grünen gelingt, die Baukosten hierfür im Haushalt 2019 hineinzuschreiben.

Die Stadt will mit dem Umbau des Fössebades frühestens 2021 beginnen, dabei aber auf ein Außenbecken verzichten.  Das Ampelbündnis aus SPD, FDP und Grünen wollte dieses mittragen – allerdings schwankt die  Mehrheit.

Über ihren Wunsch haben die Bündnisgrünen die Fraktionsspitzen von SPD und FDP am Mittwoch bereits in Kenntnis gesetzt. SPD-Fraktionschefin Christine Kastning zeigte sich sichtlich überrascht: „Es gibt einige Wünsche für den Haushalt 2019. Darüber werden wir uns mit den Gruppenpartnern partnerschaftlich austauschen.“ Konkreter wollte sie nicht werden.

Die Grünen-Ratsfraktion hatte am Dienstagabend das Thema Fössebad erneut auf der Agenda. Beim Chez Heinz bleibt es dabei: Der Club muss umziehen. Nach kontroversen Debatten setzte die Fraktion dann den Beschluss der Mitgliederversammlung um, die Kosten eines Freibades in den Haushalt 2019 mit aufzunehmen. „Dem sind wir gefolgt“, sagt Silvia Klingenburg, die Vize-Fraktionschefin.

Damit könnte gesichert sein, dass der Beschluss über das Fössebad, der erst einmal nur den Bau eines Hallenbads vorsieht, die September-Sitzung des Rates mit Stimmenmehrheit der Ampelgruppe passiert. Selbst die beiden Freibad-Befürworter Daniel Gardemin und Katrin Langensiepen aus Linden könnten dem zustimmen, da sie mit ihrem Schachzug eine Hintertür für die große Fössebad-Lösung offen halten: „Unter der Bedingung, dass die Baukosten für das Freibad in den Haushalt 2019 eingestellt werden, stimmen wir den Plänen zu“, sagte Daniel Gardemin gestern.

Steht die Grünen-Fraktion nun geschlossen für die Badpläne, hat das Ampel-Bündnis ihre Stimmenmehrheit im Rat. Denn durch das Fehlen mehrerer Gruppenmitglieder aus verschiedensten privaten Gründen zur September-Sitzung drohte ein Stimmenpatt für den Fall, dass sich Gardemin und Langensiepen enthalten hätten. Die Pläne nur für ein Hallenbad  wären dann gescheitert.

Von Adreas Voigt


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