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Meine Stadt Kommentar: 30 Millionen Euro als Strafe für Rossmann gerecht
Hannover Meine Stadt Kommentar: 30 Millionen Euro als Strafe für Rossmann gerecht
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09:55 01.03.2018
Symbolbild Quelle: imago/Ralph Peters
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Hannover

Das wird ein Schock in der Burgwedeler Zentrale gewesen sein: Weil Rossmann keine 5,5 Millionen Euro zahlen wollte, legte der Drogerieriese Einspruch ein. Ein klassischer Fall von Fehlkalkulation – denn nun soll das Unternehmen satte 30 Millionen Euro Geldbuße zahlen. Ein echter Kartell-Hammer.

Der zeigt: Die Gerichte sind fest gewillt, Absprachen jeglicher Art zu bekämpfen. Was gut ist – denn von den Kartellen gab und gibt es viel zu viele in Deutschland.

Rossmann beteiligte sich am Kaffee-Kartell. Das Oberlandesgericht Düsseldorf ist überzeugt, dass die Burgwedeler Preisabsprachen getroffen haben – zu ihrem Vorteil und zum Schaden der Kunden. Denn die haben wegen des fehlenden Wettbewerbs zu viel gezahlt. Jahrelang.

Die anderen Beteiligten akzeptierten die geringere Strafe, Rossmann nicht. Warum auch immer. Die mangelnde Schuld-Einsicht haben die Richter drastisch geahndet und die Geldbuße mal eben fast versechsfacht. Das klingt verdammt hart, ist aber auch nur eine Anpassung an die derzeit verhängten Strafen bei vielen Kartellen. Und die sind gerechtfertigt – schließlich sind die Absprachen ein schlimmer Betrug an den Kunden, die ihr Geld nicht mehr zurückbekommen. Und die Urteile sind eine Mahnung an die Konzerne: Hört endlich auf damit!

Von Christian Lomoth

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