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Meine Stadt Stadt will Messgeräte in Shisha-Bars
Hannover Meine Stadt Stadt will Messgeräte in Shisha-Bars
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16:33 12.09.2018
Nicht gesund: Das Rauchen von Wasserpfeifen in Shisha-Bars. Kohlenmonoxid-Warnmessgeräte kann die Stadt selbst allerdings nicht vorschreiben. Quelle: dpa
Hannover

Shisha-Bars boomen – auch in Hannover. Nicht nur in der Innenstadt haben in den vergangenen Monaten und Jahren zahlreiche der Lokalitäten neu eröffnet, in denen man sich zum Rauchen von Wasserpfeifen trifft. Aus Sicht des parteilosen Ratsherrn Tobias Braune sind sie ein großes Gesundheitsrisiko. Er fordert die Stadt auf, schärfer zu kontrollieren.

In seinem Antrag, der am Mittwoch Thema im Finanzausschuss war, warnt Braune vor „schweren Kohlenmonoxid-Vergiftungen“, von denen deutschlandweit schon hunderte Gäste von Shisha-Bars betroffen gewesen seien. Er setzt sich für Stickoxid-Messungen vor den Bars ein. Außerdem sollen in den Lokalen Kohlenmonoxid-Melder installiert werden, so seine Forderung.

Stadt fordert Shisha-Bars auf, Warnmelder zu installieren

Auch die Stadt sieht Gefahren im Zusammenhang mit Shisha-Bars. Deshalb hat sie diese zuletzt angeschrieben und aufgefordert, Kohlenmonoxid-Warnmelder anzubringen. Das allerdings sei „ordnungsrechtlich nicht verbindlich“, erklärte Ordnungs- und Finanzdezernent Axel von der Ohe. Das Problem sei, dass es „keine echten Grenzwerte für den Gästebereich“ gebe, auf Basis derer die Stadt einschreiten könne.

Anders sehe das im Arbeitsrecht aus. Für Mitarbeiter gibt es vorgeschriebene Obergrenzen. Für deren Durchsetzung ist allerdings das Gewerbeaufsichtsamt des Landes zuständig. Die Stadt kann allerdings aus Jugendschutzgründen eingreifen.

Verwaltung hat 2018 in Hannover 40 Bars kontrolliert

Laut von der Ohe hat es 2018 bisher 40 Kontrollen in Shisha-Bars gegeben. Verstöße seien aber nicht festgestellt worden. Auch habe man die Kohlenmonoxid-Belastung gemessen, allerdings „keine übermäßigen Werte“ festgestellt. Er bestätigt allerdings, dass es Hinweise aus der Bevölkerung gegeben habe, auch zu Lärmproblemen mit Shisha-Bars.

Eine Mehrheit fand der Antrag von Tobias Braune nicht. „Die Stadt ist rechtlich nicht in der Lage, mehr zu tun“, argumentierte Jens Menge, finanzpolitischer Sprecher der SPD.

Von Christian Bohnenkamp

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