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Meine Stadt Klärwerk wird mit neuer Energiezentrale noch sauberer
Hannover Meine Stadt Klärwerk wird mit neuer Energiezentrale noch sauberer
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00:19 30.09.2018
IM BAU: Am Donnerstag war Richtfest für die Energiezentrale im Klärwerk Hannover-Herrenhausen. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Ein wichtiger Schritt in eine sauberere Zukunft: Der Bau der neuen Energiezentrale im Klärwerk Herrenhausen hatte am Dienstag Richtfest. Ende 2019 soll die Anlage, die im wesentlichen vier Blockheizkraftwerke beherbergen und Hannover rund 42 Millionen Euro kosten wird, in Betrieb gehen.

Die neue Anlage steht näher dort, wo sie gebraucht wird – neben dem Faulturm, wo aus den Fäkalien durch Gärung unter Sauerstoffmangel Methangas entsteht, welches wiederum zur Energiegewinnung für das Klärwerk benutzt wird. Derzeit steht die Energiezentrale einige hundert Meter entfernt – „historisch bedingt“, sagt Hans-Otto Weusthoff, kommissarischer Betriebsleiter. Und so kam es zu langen Leitungswegen – und entsprechenden Energieverlusten.

BODENPLATTE: Neben der neuen Energiezentrale im Klärwerk Herrenhausen wird auch der neue Gasspeicher gebaut. Quelle: Christian Behrens

Mit der neuen Energiezentrale rückt alles zusammen, auch der neu zu bauende Faulturmkomplex steht dann direkt nebenan. So sollen künftig zehn Millionen Kilowattstunden Energie gespart werden. Im Klärwerk sollen dann etwa 71 Prozent des dort benötigten Stroms selbst erzeugt werden und bis zu 100 Prozent der für die Schlammbehandlung benötigten Wärme. Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette freut sich, dass die Anlage mehr leisten wird und „wir dabei durch die neue Abgasreinigung dem vorgegebenen Standard eine Stufe voraus sind und damit in Sachen Emissionen neue Maßstäbe setzen“.

RICHTFESTPROMINENZ: Hans-Otto Weusthoff, kommissarischer Klärwerksschef, Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette und Wilfried Engelke vom Ratsausschuss für Stadtentwässerung. Quelle: Christian Behrens

Die Kosten für die Modernisierung der Kläranlage Herrenhausen werden laut Weusthoff „bis im Jahr 2025 mehr als 186 Millionen Euro betragen – das hier ist nur der erste Schritt“. Das Geld kommt nicht aus dem Stadthaushalt, sondern wird direkt von den Bürgern durch die Abwassergebühren aufgebracht.

Bereits im Mai wurde eine neue Energiezentrale für das zweite große Klärwerk in Gümmerwald in Betrieb genommen; Kosten: zwölf Millionen Euro.

Von Ralph Hübner

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