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Meine Stadt Kita-Streik erspart der Stadt Hannover Millionen
Hannover Meine Stadt Kita-Streik erspart der Stadt Hannover Millionen
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00:21 11.06.2015
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Hannover

Rund vier Millionen Euro weniger Personalkosten habe sie aufbringen müssen, teilt sie auf NP-Anfrage mit. Das sind gut 158 000 Euro für jeden der 19 Streiktage. Vermindert wird die Ersparnis durch das Versprechen, den Eltern die Kita-Gebühren für die ausgefallene Betreuung zurückzuzahlen. Rund 3700 Kinder seien betroffen gewesen, an deren Eltern würden etwa 350 000 Euro zurückfließen, also knapp 95 Euro je Kind.

Im Jahr nimmt die Stadt derzeit etwa vier Millionen Euro an Kitagebühren ein, muss für das Personal allerdings mehr als 35 Millionen Euro aufwenden. Die Erzieher kosten also gut das Neunfache dessen, was die Stadt an Gebühren einnimmt, Unterhalt und Betriebskosten der Betreuungsstätten noch gar nicht berücksichtigt.

Von den gut 12 000 Angestellten der Stadt Hannover gehören 1264 dem Kreis der Erzieherinnen und Erzieher sowie den So- zialarbeiterinnen und Sozialarbeitern (Jugendamt, Kommunaler Sozialdienst, Schulsozialarbeiter, Freizeitheime) an. Laut Stadt sind von den 630 Kita-Beschäftigten über 90 Prozent gewerkschaftlich organisiert und haben mithin im Durchschnitt 430 Stunden gestreikt.

Nicht gestreikt hätten Urlauber, Kranke, Mitarbeiter auf Fortbildung „und die 81 Erzieherinnen, die die Not-Kitas betreut haben“.

Wer von den Kita-Beschäftigten nicht streiken wollte, aber nicht seiner gewohnten Tätigkeit nachgehen konnte, weil die Kita geschlossen war, wurde anderweitig eingesetzt. Laut Stadt etwa im Bereich Repräsentation - also der Abteilung, die Empfänge vorbereitet. Oder in der Registratur, wo etwa die Post verteilt und Akten gepflegt werden.

Im Moment ruht der Streik, da sich beide Seiten auf eine Schlichtung geeinigt haben. Das erste Gespräch soll am Mittwoch in Dresden beginnen. Einer der beiden Schlichter ist der ehemalige hannoversche Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg.

In Hannover müssen etwa 23 000 Kinder in Kitas und Krippen betreut werden. Die Stadt selbst betreibt 40 Einrichtungen, 400 weitere stellen freie Träger wie DRK, AWO und Caritas.

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