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ÄRGERNIS: Die Baustelle Scheidestraße (Kleefeld), die bis Ende 2018 bleibt. © Heusel

Baustellenärger

"Kirchrode am besten mit Hubschrauber erreichbar"

Anwohner von Kirchrode und Kleefeld hätten sich bei dieser Debatte garantiert verwundert die Augen gerieben. In einer Aktuellen Stunde des Rates haben SPD und Grüne am Donnerstag das Baustellenmanagement der Stadt glühend verteidigt.

Hannover. Die CDU dagegen fand, von Management könne gar keine Rede sein. Monatelang sei Kirchrode „am besten mit dem Hubschrauber erreichbar“ gewesen. Die Scheidestraße bleibe Dauerbaustelle.
Alle Ratsfraktionen loben, dass die Stadt mehr Mittel zur Straßensanierung ausgibt. SPD und Grüne hoben hervor, dass beispielsweise die Teilsperrung der Pferdeturm-Kreuzung bewusst in die Sommerferien gefallen sei, um noch mehr Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Die Ausgaben in die Infrastruktur stärkten den Wirtschaftsstandort Hannover.

Allerdings sehen auch SPD, Grüne und FDP durchaus Verbesserungsbedarf. Beispielsweise bei Ansprachen mit anderen Bauträgern. Keinem Anwohner sei zu vermitteln, warum eine vor zwei Jahren sanierte Straße plötzlich wieder für für Arbeiten der Stadtwerke oder Telefongesellschaften aufgerissen werde.

Wilfried Engelke (FDP) brachte persönliche Erfahrungen ein. Ein Besuch in Bemerode kostete ihn in der vorigen Woche statt 20 Minuten eineinhalb Stunden auf der Rückfahrt. Sein Navigationsgerät und die empfohlenen Umleitungsschilder hätten ihn sogar in Sackgassen geschickt, sagte er.  Man müsse gar nicht  Geld in ein neue Baustellenmanagement-Zentrale stecken (wie die AfD vorschlug), sondern vielleicht nur einen Blick auf den Stadtplan werfen, damit Ausweichrouten erreichbar bleiben.

Die CDU argumentierte, durch die Baustellen werde die Wohnqualität erheblich eingeschränkt. Für kleinere Händler seien die Auswüchse „existenzgefährdend“.  Die Grünen hielten dem entgegen, es sei „eine Forderung nach einer eierlegenden Wollmilchsau“.  Unsinnig, die Hoffnung, die Stadt werde alles schön machen, „ohne dass es einen trifft“.

Bei allem Verständnis für Genervtheit von Umleitungen und Staus bat die SPD um Geduld. Und um Intervention der Stadt bei den Anbietern von GPS-Geräten (Navis). „Bei vielen Staus auf der A 2 werden die Autofahrer einfach durch den Stadtkern Hannovers geschickt.“ Das sollte wirklich nicht auf Dauer so bleiben.

Von Vera König


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