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Margot Käßmann bei ihrem Rücktritt am Mittwoch Nachmittag.

Margot Käßmann bei ihrem Rücktritt am Mittwoch Nachmittag.© dpa

EKD

Kirche will Käßmann-Politik fortführen

Einen Tag nach dem Rücktritt der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann wegen einer Alkoholfahrt herrscht in Kirche und Politik weiter Betroffenheit.

Berlin. Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Katrin Göring-Eckardt, sagte am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur, sie hätte sich eine weitere Zusammenarbeit mit Käßmann gewünscht. „Ich respektiere diese Entscheidung, auch wenn sie mich traurig macht“, betonte Göring- Eckardt. Besonders viele Frauen bedauerten den Rücktritt. Dennoch könne sie den Schritt Käßmanns verstehen, sagte die Grünen- Politikerin.

Die Kirchenbeauftragte der Unions-Bundestagsfraktion, Maria Flachsbarth, sagte im Deutschlandfunk, eine weitere Amtsausübung Käßmanns wäre „sehr schwierig gewesen, denn sie wäre immer wieder mit ihrem Fehlverhalten konfrontiert worden“. Der Kirchenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Siegmund Ehrmann, sagte im RBB-Inforadio, Käßmann habe eine konsequente Haltung gezeigt. Sie selbst habe einen großen Vertrauensverlust eingeräumt. Er selbst bedauere den Rücktritt allerdings sehr.

Der kommissarische EKD-Vorsitzende Nikolaus Schneider will sich wie seine Vorgängerin Margot Käßmann in die Politik einmischen. „Ich habe auch ein hohes sozialpolitisches Interesse“, sagte Schneider am Mittwochabend in der ARD. Fragen der sozialen Gerechtigkeit seien für ihn „auch schon immer ganz wichtig“ gewesen. „Diese Form von politischer Sensibilität und dem Eintreten für diejenigen, die ihre Stimme nicht erheben können, diese Art wird auch für mich verbindlich bleiben.“

Er hätte gerne die Arbeit mit Käßmann fortgesetzt, betonte Schneider. Der Rat der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hatte nach einer Telefonkonferenz am Dienstagabend Käßmann einmütig das Vertrauen ausgesprochen. Dennoch erklärte die 51-Jährige am Mittwoch ihren Rücktritt, weil sie betrunken am Steuer ihres Wagens erwischt worden war.

Schneider, bislang stellvertretender EKD-Ratsvorsitzender, übernimmt bis zur Neuwahl kommissarisch den Vorsitz des Rates. Die Wahl wird voraussichtlich Anfang November bei der nächsten Tagung der Synode in Hannover stattfinden.


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