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Meine Stadt Kippt der nächste verkaufsoffene Sonntag?
Hannover Meine Stadt Kippt der nächste verkaufsoffene Sonntag?
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00:21 21.08.2015
WIRD ES AM 4. OKTOBER WIEDER SO VOLL? Die Gewerkschaft Verdi klagt gegen die verkaufsoffenen Sonntage in Hannover. Quelle: Archiv
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Hannover

Jetzt hat das Verwaltungsgericht Hannover den Verhandlungstermin auf den 15. Oktober festgesetzt - also elf Tage nach dem geplanten verkaufsoffenen Sonntag.

Das Problem: Klagen vor einem Verwaltungsgericht haben aufschiebende Wirkung, was bedeutet, dass der Oktober-Verkaufssonntag vor der Entscheidung eigentlich nicht stattfinden darf. Formell richtet sich die Klage von Verdi gegen die Stadt Hannover, da die die insgesamt vier verkaufsoffenen Sonntage genehmigt hatte. Im Rathaus zeigte man sich gestern kämpferisch, zumindest den Oktober-Termin stattfinden zu lassen. Stadtsprecher Udo Möller: „Wir prüfen, ob wir die sofortige Vollziehung anordnen, damit der 4. Oktober stattfinden kann.“ Grundsätzlich sehe man sich bei der Genehmigung der vier Verkaufssonntage für die City-Gemeinschaft im Recht. „Die Landesgesetzgebung erlaubt vier Sonntage“, so Möller.

Gegen den Antrag einer sofortigen Vollziehung könnte Verdi wiederum ebenfalls Rechtsmittel einlegen, um den 4. Oktober zu verhindern. Ob die Gewerkschaft dies als Option tatsächlich erwägt, war urlaubsbedingt gestern nicht zu klären.

Dennis Bohnecke, Vorsitzender der City-Gemeinschaft, sagte, man werde sich jetzt kurzfristig mit der Stadt auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen. Grundsätzlich aber wolle die City-Gemeinschaft an den verkaufsoffenen Sonntagen festhalten: „Diese Termine geschehen auf freiwilliger Basis der Mitarbeiter in den Kaufhäusern, niemand arbeitet an einem Sonntag gegen seinen Willen.“

Ein Aus des verkaufsoffenen Sonntags am 4. Oktober würde auch eine Aktion hannoverscher Hoteliers gemeinsam mit dem Dehoga aushebeln: Die heißt „Gäste in der eigenen Stadt“ und soll Hannoveraner und Umlandbewohner animieren, in der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober in einem Hotel zu übernachten - zu einem Preis von je 15 Euro pro Stern. Am Sonntag soll man dann durch das verkaufsoffene Hannover bummeln, so die Idee.

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