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Meine Stadt Keine Stadtbahn für die Wasserstadt Limmer
Hannover Meine Stadt Keine Stadtbahn für die Wasserstadt Limmer
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19:13 07.06.2018
Muss reichen: Die Anbindung der Wasserstadt mit dem Bus. Quelle: Foto: Behrens
Hannover

3500 Bewohner sollen in den nächsten Jahren ein Zuhause in der Wasserstadt Limmer finden. Sie werden wohl ohne eigenen Stadtbahnanschluss auskommen müssen. Die Region hat dessen Wirtschaftlichkeit durchgerechnet. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Um Chancen auf eine Realisierung zu haben, hätte das Projekt in der volkswirtschaftlichen Nutzenanalyse wenigstens einen Wert von Eins erreichen müssen. „Wir schaffen aber nicht einmal eine Null“, berichtete Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz am Donnerstag im Verkehrsausschuss der Region. Das Fahrgastpotenzial reiche „nicht für eine extra Linie“, sagt er. 3000 Bewohner seien nicht genug. „Krähenwinkel ist ähnlich groß und hat deshalb auch keinen Stadtbahnanschluss“, so Franz.

Er verwies auch darauf, dass die Wasserstadt bereits jetzt sehr gut durch die Regiobuslinie 700 erreicht werden könne. Eine „hochattraktive Anbindung“, die „genauso schnell wie eine Stadtbahn“ sei. Ob es zusätzliche Busse geben könnte, die direkt in die Wasserstadt hineinfahren, will die Region aber prüfen.

Die Grünen zeigten sich enttäuscht von diesem Ergebnis. Sie hatten eine zusätzliche Stadtbahnverbindung zwischen den Haltestellen Am Küchengarten und Schwarzer Bär gefordert, um das Ihme-Zentrum besser zu erschließen. Doch auch das führte laut Region nicht dazu, dass ein Stadtbahnanschluss der Wasserstadt wirtschaftlich werde.

Die SPD in der Region zeigte Verständnis dafür, dass es keine Stadtbahn für die Wasserstadt geben wird. „Wir müssen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigen“, erklärte ihr verkehrspolitischer Sprecher Frank Straßburger. Die SPD im Rat hingegen ist sauer. „Wir brauchen attraktive Alternativen zum Auto und werden weiter einen massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs fordern“, kündigte Lars Kelich an, Verkehrsexperte der SPD im Rat.

Von Christian Bohnenkamp

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